Fenninger: „372.000 Kinder aus der Armut holen ist schaffbar “

Die Kindergrundsicherung ist auch Thema beim heutigen Volkshilfe Symposium in der Wiener Urania.

Kinderarmut steht auf der politischen Agenda, das ist erfreulich und auch Ergebnis unserer langjährigen Arbeit in diesem Bereich
Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich
Die Politik hat es in der Hand, sie kann 372.000 Kindern eine Kindheit ohne drückende finanzielle Sorgen und mit mehr Chancen ermöglichen. Kinderarmut in Österreich ist abschaffbar. Die Volkhilfe zeigt mit ihrem Modellprojekt „Kindergrundsicherung“ konkret vor, wie es gehen kann
Erich Fenninger

Wien (OTS) - „Kinderarmut steht auf der politischen Agenda, das ist erfreulich und auch Ergebnis unserer langjährigen Arbeit in diesem Bereich“, zeigt sich der Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger erfreut über die neu entstandene Dynamik rund um das Thema Kinderarmut in Österreich.

Im Rahmen des heutigen Volkshilfe Symposiums „Kinderarmut & Kindergesundheit“ in der Wiener Urania wird von ExpertInnen der Zusammenhang von Kinderarmut und Kindergesundheit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, und erste Ergebnisse des Modellprojekts zur Kindergrundsicherung werden vorgestellt.

In Österreich leben 372.000 Kinder in Armut und Armutsgefährdung, seit Ende 2018 läuft das Modellprojekt der Volkshilfe Österreich, um die Wirkung eines stabilen finanziellen Sicherheitsnetzes in Form einer Kindergrundsicherung auf unterschiedliche Lebensbereiche der Kinder zu untersuchen. „Erste Zwischenergebnisse sind sehr erfreulich und zeigen, wie positiv sich das Leben für die Kinder verändert“, so Fenninger anlässlich des heutigen Symposiums.

Die Volkshilfe Kindergrundsicherung. Das von Erich Fenninger entwickelte Modell der Volkshilfe sieht vor, dass alle in Österreich lebenden Kinder bis zur Volljährigkeit eine staatlich finanzierte Kindergrundsicherung erhalten. Alle Kinder bekommen 200 Euro, Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag fallen dafür weg. Zusätzlich werden je nach Einkommen der Familie maximal 425 Euro pro Kind ausbezahlt. Bis 20.000 Euro Haushaltseinkommen gibt es die Kindergrundsicherung in voller Höhe. Danach folgt eine Einschleifregelung bis zu einer Obergrenze von 35.000 Euro.

Das europäische Zentrum für Wohlfahrtpolitik und Sozialforschung hat das Modell der Volkshilfe simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Treffsicherheit beachtlich wäre: die Armutsgefährdungsrate der Unter-18-Jährigen würde sich um zwei Drittel verringern.

Kinderarmut ist abschaffbar. Fenninger richtet einen Appell an die sondierenden und verhandelnden Parteien um die nächste Bundesregierung: „Die Politik hat es in der Hand, sie kann 372.000 Kindern eine Kindheit ohne drückende finanzielle Sorgen und mit mehr Chancen ermöglichen. Kinderarmut in Österreich ist abschaffbar. Die Volkhilfe zeigt mit ihrem Modellprojekt „Kindergrundsicherung“ konkret vor, wie es gehen kann“, so Fenninger.

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