25 Jahre Ultraschall-gezielte Regionalanästhesie – der Innovationschampion in der Medizin

Wien (OTS) - Die Ultraschall-gezielte Regionalanästhesie wurde vor 25 Jahren in Wien entwickelt und legte den Grundstein für High-Tech-Innovationen in der Anästhesie und Schmerztherapie heute. Anlässlich des Weltanästhesietags am 16. Oktober und des 25. Jubiläums-Jahres der Ultraschall-gezielten Regionalanästhesie, lud Prim. Dr. Manfred Greher, einer der Mitentwickler, ins Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien, um gemeinsam mit anderen Experten über diese spezielle Anästhesietechnik zu sprechen und in Live-Demos die neuesten Technologien vorzuführen.

Anlässlich des Weltanästhesietages am 16. Oktober nahmen rund 50 Experten und Medizinstudenten an einer exklusiven Veranstaltung teil, zu der Prim. Dr. Manfred Greher, Vorstand der Abteilung für Anästhesie, Schmerztherapie und Intensivmedizin im Herz-Jesu Krankenhaus, einlud. Der Abend stand im Zeichen der Ultraschall-gezielten Regionalanästhesie, die vor 25 Jahren in Wien entwickelt wurde und bis heute als eine der wichtigsten Innovationen in der Anästhesie weltweit gilt.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Marhofer und Prim. Priv. Doz. Dr. Gerhard Fritsch unternahm er einen Streifzug durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser wegweisenden Entwicklung, die von Wien aus ihren Siegeszug um den Globus angetreten hat.

„Die Regionalanästhesie ist inzwischen eine wesentliche Kernkompetenz unseres Faches und wird auch immer häufiger eingesetzt.“ so Prim. Dr. Manfred Greher. „Speziell durch die in Wien entwickelte Ultraschalltechnik wurde die Präzision enorm gesteigert, was Komplikationen reduziert und eine nahezu 100%ige Erfolgsquote ermöglicht.“ Die Ultraschall-gezielte Regionalanästhesie ermöglicht es, mittels Ultraschall Nerven gezielt ausfindig zu machen und durch das Einspritzen des Lokalanästhetikums durch eine Nadel zu blockieren, um einen Teilbereich des Körpers vorübergehend zu betäuben. So werden für die Patienten schmerzfreie Operationen auch ohne Vollnarkose und perfekte Schmerztherapie nach der Operation realisiert.

Neue bildgebende Verfahren, Robotik und Videobrillen

Die laufende Weiterentwicklung der sonografischen Technik ist mitverantwortlich dafür, dass die Bildgebung wesentlich verbessert wurde und dass die Ultraschallgeräte kleiner und transportabler werden. So kann beispielsweise in der Notfallmedizin die Erst-Diagnostik mittels Mini-Ultraschallgerät und Mobil-Telefon durchgeführt werden. Die Bilder werden teilweise auch schon kabellos auf Bildschirme übertragen. Eine weitere neue Entwicklung stellen Breitband-Geräte mit kurzer Pulsdauer dar, die eine höhere Auflösung und gute Tiefenpenetration mitbringen. Auch 3D-Ultraschall und „GPS“-Systeme zur besseren Darstellung der Nadelposition sind heute verfügbar.

Künstliche Intelligenz hält ebenso Einzug in die Regionalanästhesie: Bilderkennungssysteme können den Arzt bei der Interpretation des Ultraschallbildes unterstützen. Erste Anwendung findet auch das sogenannte Magellan-System, ein Roboterarm-System, das Nervenblockaden durchführen kann. Der Roboter kann mittels Joystick vom Arzt gesteuert werden, der sich über einen Bildschirm orientiert und diese Tätigkeit ortsunabhängig auch aus der Ferne durchführen kann.

Bei der Regionalanästhesie können Patienten während der Operation prinzipiell wach sein, deshalb werden ihnen beispielsweise Videobrillen mit beruhigenden Filmen angeboten. Zusätzlich zur Regionalanästhesie können aber bei Erfordernis immer auch Schlaf- und Schmerzmittel durch den Anästhesisten verabreicht werden. „Im Herz-Jesu Krankenhaus werden die Ultraschall-gezielten Nervenblockaden in großem Umfang eingesetzt- etwa 4000 pro Jahr für unsere Patientinnen und Patienten.“ Schloss Manfred Greher ab. „Wir bilden viele Kollegen aus und arbeiten laufend daran, dieses Anästhesieverfahren weiter zu perfektionieren, neue Techniken zu entwickeln und vor allem im Bereich der Gelenkschirurgie zum Vorteil für den Patienten einzusetzen.“

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