ICOM Palmyra-Gespräch: "Circulating Artefacts" am 17. Oktober im KHM

Präsentiert wird die neue Online-Plattform des British Museum, deren Ziel es ist, geraubte Objekte im Antikenhandel auszuforschen und diese an die betroffen Staaten zurückzugeben.

Wien (OTS) - Das „Circulating Artefacts Project” sammelt mithilfe eines Webcrawlers online Informationen über Auktionen auf der ganzen Welt, bei denen antike Objekte zum Kauf angeboten werden. In Zusammenarbeit mit Museums-Expert/innen und Polizeibehörden können diese dann auf Anzeichen einer möglichweise illegalen Herkunft untersucht werden. Objekte, die aus Raubgrabungen stammen oder aus Museen und Depots gestohlen wurden, können so besser erkannt und sicher gestellt werden. Im ersten Jahr des Projektes konnten bereits über 600 Artefakte aufgespürt und teilweise wieder zurück gegeben werden. Dr. Marcel Marée ist Kustos an der Abteilung Ägypten und Sudan des British Museum und Initiator des Projektes. Er wird dieses in seinem Vortrag: „Circulating Artefacts: An online platform against the looting and sale of illicit antiquities“ vorstellen.

Mit den ICOM Palmyra-Gesprächen hat sich ICOM zum Ziel gesetzt, die wichtige Rolle des Kulturerbes für unsere Gesellschaft aufzuzeigen und die Bedeutung von dessen Erhaltung, Schutz und Zugänglichkeit hervorzuheben. ICOM trägt mit seinen Roten Listen für bedrohtes Kulturgut dazu bei, geschmuggelte Artefakte schneller identifizieren zu können. Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, wie der UNESCO, der OSZE und INTERPOL unterstützt ICOM die Strafverfolgungs- und Zollbehörden im Kampf gegen diesen illegalen Handel mit Kulturgütern.

Vor dem Ankauf von Antiquitäten empfiehlt ICOM die Herkunft des Objektes genau zu hinterfragen: Woher stammt der Gegenstand? Ist er auf einer Roten Liste oder in einer Diebstahlsdatenbank verzeichnet? Wann und wie kam er in den Besitz des Verkäufers – und welche Dokumente - wie Ausfuhrgenehmigungen, Zertifikate und Dokumentation der Vorbesitzer - gibt es? Wir möchten dieses Bewusstsein vor allem auch bei Sammlern und Kunsthändlern verankern: Denn Raubgrabungen und Plünderungen stellen eine große Bedrohung für den Erhalt unseres gemeinsamen kulturellen Erbes dar. Die Profite, die aus diesem illegalen Handel erzielt werden, finanzieren oft die Aktivitäten der organisierten Kriminalität und auch von Terror-Organisationen. Dr. Marcel Marée wird in diesem Zusammenhang viele konkrete Beispiele präsentieren.

ICOM Palmyra-Gespräch: Circulating Artefacts

Präsentiert wird die neue Online-Plattform des British Museum, deren Ziel es ist, geraubte Objekte im Antikenhandel auszuforschen und diese an die betroffen Staaten zurückzugeben.
Anmeldung erforderlich / Eintritt frei

Datum: 17.10.2019, 17:00 - 18:30 Uhr

Ort: Kunsthistorisches Museum (KHM), Bassano Saal
Burgring 5, 1010 Wien, Österreich

Url: http://icom-oesterreich.at/kalender/icom-palmyra-gespraech-circulating-artefacts

ICOM Palmyra-Gespräch am 17.10.2019
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