AK zur September-Inflation: Wohnpreisspirale dreht sich weiter nach oben!

AK hat Forderungsprogramm, damit Wohnen billiger wird

Wien (OTS) - „Die Mietwohnkosten belasten die Durchschnitts- sowie Wenigverdienerinnen und Wenigverdiner immer mehr“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Dazu kommt, dass immer mehr befristete Mietverträge abgeschlossen werden. Leistbares Wohnen ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Daher müssen die Mieterinnen und Mieter spürbar entlastet werden – es braucht mehr geförderten Wohnbau und ein modernes Mietrecht!“

Die Mieten (plus 2,6 Prozent) stiegen mehr als doppelt so stark wie Gesamtinflation (plus 1,2 Prozent).

Konkret verlangt die AK:
+ Modernes Mietrecht: Es ist ein modernes Mietrecht nötig, das verständlich, gerecht und transparent ist. Es muss klare Mietobergrenzen, vor allem auch für die privaten Vermietungsunternehmen enthalten. Im Gesetz muss genau stehen, welche Zuschläge erlaubt – auch für diese braucht es klare Begrenzungen. Das Gesetz muss für alle privaten Mietwohnung gelten, die älter als 30 Jahre sind – so gerät auch der frei finanzierte Neubau von Wohnungen im privaten Bereich nicht ins Stocken.

+ Mehr bauen: Es müssen auch mehr geförderte Wohnungen gebaut werden.

+ Gegen Mietwucher und für Mietobergrenzen: Die Anwendung der Richtwertmieten muss ausgeweitet werden. Wenn VermieterInnen diesen Höchstbetrag als Mindestempfehlung falsch verstehen, müssen die Strafen dafür deutlich spürbar werden, etwa als doppelte Rückzahlung.

+Aus für befristete Mietverträge: Große Immobiliengesellschaften und Vermietungsunternehmen dürfen nicht mehr befristet vermieten.

+ Weg mit den Maklergebühren für MieterInnen und KäuferInnen: Es sind fast immer die VermieterInnen und Bauträger, die Makler zuerst beauftragen. Wer anschafft, der soll auch zahlen – so wie in Deutschland.

+ Maßnahmen gegen Grundstücksspekulationen: Mit der Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ setzte Wien einen Schritt in die richtige Richtung.

+ Wohnbonus für MieterInnen und EigenheimbesitzerInnen: Damit können zehn Prozent der Wohnkosten (maximal 500 Euro pro Jahr) von der Steuer abgesetzt werden. Für GeringverdienerInnen soll es den Wohnbonus als Steuergutschrift geben.

Die Forderungen im Detail finden Sie im „Forderungsprogramm an die nächste Bundesregierung“ unter www.arbeiterkammer.at

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Arbeiterkammer Wien
Doris Strecker
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