Grüne Wien/Berner: Jetzt gemeinsam Kinderarmut beenden

Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober

Wien (OTS) - „Gerade im Jubiläumsjahr der Kinderrechtskonvention erinnert uns der morgige Internationale Tag zur Beseitigung der Armut an den hohen Stellenwert, den die Bekämpfung von Kinderarmut hat. Sobald Eltern - aus welchen Gründen auch immer - nicht für ein ausreichendes Einkommen sorgen können, können Kinder sehr viel weniger am sozialen Leben teilhaben. Die Mindestsicherung, in der bestehenden Form, ist ein wichtiges Instrument der Armutsbekämpfung in Wien. Aber auch der kostenfreie Kindergarten, soziale Unterstützungsangebote oder die Gratis-Schulobstjause unterstützen Kinder und ihre Familien“, so Ursula Berner, Sozial- und Familiensprecherin der Grünen Wien.

In Wien, wo jedes vierte Kind in Armut lebt oder armutsgefährdet ist, wird betroffenen Familien mit der Kindermindestsicherung - einer der ersten Maßnahmen unter grüner Regierungsbeteiligung in Wien - eine Chance auf eine Beendigung der Armutsspirale geboten. „Die Armutsgefährdung steigt, je niedriger der ökonomische Status und Bildungshintergrund des Elternhauses sind. Daher ist das Versagen der letzten türkis-blauen Bundesregierung mit der Sozialhilfe Neu hier besonders schmerzhaft und weitreichend. Es darf nicht sein, dass mit dem Sozialhilfegesetz weitere Kinder in Österreich in die Armut getrieben werden", so Berner. Die Ausgaben bei der Mindestsicherung machen österreichweit nur ein Prozent der Sozialausgaben aus und stehen in keinem Zusammenhang zu den gesellschaftlichen Folgen. Berner: „Ich verstehe den umfassenden Zugang zu sozialer Unterstützung - inklusive ganzheitlicher Gesundheitsversorgung - als Recht auf Hilfe in Notlagen und nicht als Ausdruck individuellen Versagens. Es muss immer darum gehen, Armut zu bekämpfen und nicht wegzusehen. Deshalb werden wir in Wien weiter nach Wegen suchen, das neue Sozialhilfegesetz nicht zum Schaden der Bevölkerung umzusetzen.“

Der Blick auf das große Ganze, nämlich Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit, ist notwendig, um Kinderarmut dauerhaft beseitigen zu können. "Besonders wichtig ist hier die Prävention: Alles, was in der frühen Phase der Kindheit geschafft wird, wirkt sozialer Benachteiligung langfristig entgegen. Beispielsweise die aufsuchende Arbeit mit werdenden und jungen Eltern."

Nobelpreis für Wirtschaft an ArmutsforscherInnen

Armutsforschung ist zu Recht mit dem diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Die innovativen Ansätze und fundierten Erkenntnisse der ausgezeichneten ForscherInnen Esther Duflo, Abhijit Banerjee und Michael Kremer konnten das Leben vieler Kinder und Jugendlicher ganz real verbessern. "Die Beseitigung von Kinderarmut verdient es, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt zu werden. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung für Esther Duflo und ihre KollegInnen. Womöglich gibt es auch einige neue Ansätze für die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind: wie ein gesundes und gutes Aufwachsen aller Kinder im Sinne der Kinderrechtskonvention garantiert werden kann", so Berner.

Der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober steht heuer ganz im Zeichen zur Bekämpfung der Kinderarmut. Es wird weltweit verschiedenste Aktionen geben.


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