f.eh zu UNICEF-Bericht: Menschen haben richtig essen verlernt

Braucht dringend Ernährungsbildung in Kindergärten und Schulen sowie Bewusstseinsbildung zu "verstecktem Hunger" und Übergewicht.

Wien (OTS) - "Die Menschen haben richtig und gesund essen verlernt", betont Marlies Gruber, Geschäftsführerin des forum. ernährung heute (f.eh) anlässlich eines Berichts des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, der unter anderem vor verstecktem Hunger und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen warnt. "Übergewicht und Mangelernährung in Österreich nehmen gleichzeitig zu. Denn viele Menschen geben sich aufgrund des reichlichen Angebots an Lebensmitteln der falschen Illusion hin, dass sie – egal, was sie essen – eine ausreichende Nährstoffversorgung hätten", so Gruber.

"Kein Lebensmittel enthält alle wichtigen Nährstoffe, daher ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung wichtig. Momentan wird die Diskussion jedoch vom Thema beherrscht, was nicht in Lebensmitteln enthalten sein sollte. Dementsprechend ist der Wert von Lebensmitteln und ihrer Inhaltsstoffe im Bewusstsein vieler Menschen gesunken", unterstreicht Gruber. "Es braucht daher dringend Initiativen, die die Produktion von Nahrungsmitteln, deren Inhaltsstoffe und deren Qualitätsaspekte aufzeigen und so den Wert von Nahrungsmitteln im Bewusstsein der Menschen erhöhen."

Essen lernen ist lebenslanges Lernen

"Das Thema Essen ist auch eines der sozialen Ungleichheit. Es braucht daher breite Maßnahmen für mehr Ernährungsbildung beginnend in Kindergärten und Schulen bis ins hohe Alter. Denn essen lernen ist lebenslanges Lernen", stellt Gruber klar. Die mediale Diskussion über Ernährung ist oft einseitig und beleuchtet nur einzelne Aspekte. Vor allem in den neuen und sozialen Medien werden Mythen verbreitet, die Menschen zu falscher Ernährung verleiten. "Ernährungsbildung an Schulen ist daher eine Grundvoraussetzung, damit Kinder als die Konsumenten von morgen wieder mehr Bezug zu Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen bekommen", sagt Gruber.

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