Nicht nur Narkose: Wie der Anästhesist zum Heilungserfolg beiträgt

Die Anästhesie ist wie ein bunter Blumenstrauß und kann weit mehr als Patienten in Narkose versetzen. Das wurde an den Anästhesie-Kongresstagen in Wien einmal mehr klar.

Wien (OTS) - Als “Leibwächter” stehen die Anästhesisten den Patienten zur Seite und wachen über deren Wohl und das schon am Anfang eines Krankenhausaufenthalts. So spielt die Auf- und Abklärung vor der Operation eine entscheidende Rolle: „Narkoseverfahren, Schmerztherapie, individuelle Besonderheiten und auch der psychische Zustand des Patienten sind entscheidend“, weiß Professor Gerhard Redl, leitender Anästhesist am Orthopädischen Spital Speising und Organisator des Kongresses.

Den Kindern Angst nehmen

„Insbesondere Kinder sträuben sich oft aus Angst vor einem Eingriff. Wir sind dann da, um eine angstfreie Umgebung zu schaffen und Sorgen und Bedenken von Eltern und Kindern zu nehmen", so Redl weiter.

Der Wunsch nach rascher Genesung stellt auch während und nach der Operation eine Forderung an die Anästhesisten dar. „Wir messen Gehirn- und Nervenströme während des Eingriffs und legen so ganz individuell die Narkosetiefe fest,“ erklärt der Kongresspräsident. Zusammen mit einer individuell auf Patientinnen und Patienten zugeschnittene und laufend optimierte Schmerztherapie treten Verwirrtheitszustände nach der Narkose somit milder auf und tragen wesentlich zum schnellen Gesundwerden bei.

Alleine diese Tatsache – dass es „den Anästhesisten“ nicht gibt, weil die Aufgaben sehr breitgefächert sind – führt zur Notwendigkeit zum intensiven Fachaustausch. Knapp 300 Anästhesisten aus Europa und ein Top-Referent aus den USA besuchten daher am Wochenende den Kongresstag Anästhesie der Vinzenz Gruppe im Orthopädischen Spital Speising.

Hohe Kompetenz durch Schwerpunkt-Teams

„Wir haben in den Anästhesie-Abteilungen der Fachkliniken der Vinzenz Gruppe verschiedene Schwerpunkt-Teams: Intensivmedizin, Kinderanästhesie, Regionalanästhesie, Präoperative Evaluierung, Ambulante Chirurgie und postoperative Schmerztherapie. Jeder von uns Ärzten profitiert von dem Team, das sich mit einem Thema beschäftigt und darin besonders versiert ist. Dadurch wachsen wir gemeinsam. Und genau diese Haltung schlägt sich im Kongress nieder“, so Prof. Gerhard Redl.

Interdisziplinäre Austausch als Erfolgsfaktor

Was durch ein interdisziplinäres Miteinander alles möglich ist, belegt auch das Konzept „Rapid Recovery“. Durch optimierte Prozesse können Patientinnen und Patienten nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks oft einige Stunden nach dem Eingriff aufstehen und nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen. „Die schwierige Aufgabe der Anästhesie besteht darin, das individuelle Maß jedes einzelnen Patienten zu finden. Zum einen muss Schmerzfreiheit nach der Operation gegeben sein, und zum anderen darf keine Beeinträchtigung des Kreislaufs oder des Wohlbefindens vorliegen“, berichtet der Kongresspräsident.

Gerhard Redl weiter: „Gemeinsames Ziel ist es, dem Patienten so rasch wie möglich seine Mobilität wieder zu geben. Nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Expertise aller Berufsgruppen ist es möglich diesem Ziel gerecht zu werden.“

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Dr. Pierre Saffarnia
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