Museum Arbeitswelt Steyr mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet

Seit seiner Gründung im Jahr 1987 nimmt das Museum Arbeitswelt als Impulsgeber in der österreichischen Museumslandschaft eine wichtige Rolle ein. Wichtig, weil es das Woher und Wohin der modernen Arbeitsgesellschaft reflektiert, wichtig, weil es zwar in der Region und seiner Arbeitswelt tief verwurzelt ist, in seinen Themen aber weit darüber hinausreicht. Die Themen Demokratie, Rassismus, Migration und Partizipation werden hier in einem offenen Dialog verhandelt.
Aus der Empfehlung des Museumsbeirats des Bundeskanzleramts

Steyr (OTS) - Der Österreichische Museumspreis 2019 wurde am 10. Oktober im Rahmen des Österreichischen Museumstages an das Museum Arbeitswelt verliehen. Das Bundeskanzleramt verleiht den Österreichischen Museumspreis einmal jährlich für zeitgemäße Museumsarbeit. Es handelt sich um die höchste staatliche Auszeichnung für Museen in Österreich. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Der Museumsbeirat – bestehend aus Andreas Rudigier, Direktor, vorarlberg museum, Danielle Spera, Direktorin, Jüdisches Museum Wien, Helga Steinacher, Leiterin des Fortbildungsprogramms Kulturvermittlung, Museumsmanagement Niederösterreich – begründet seine Empfehlung mit der in „vielfacher Weise lebendigen Ausrichtung des Museum Arbeitswelt“, die unter anderem auch „politische Bildungsprozesse ermöglicht“: „Seit seiner Gründung im Jahr 1987 nimmt das Museum Arbeitswelt als Impulsgeber in der österreichischen Museumslandschaft eine wichtige Rolle ein. Wichtig, weil es das Woher und Wohin der modernen Arbeitsgesellschaft reflektiert, wichtig, weil es zwar in der Region und seiner Arbeitswelt tief verwurzelt ist, in seinen Themen aber weit darüber hinausreicht. Die Themen Demokratie, Rassismus, Migration und Partizipation werden hier in einem offenen Dialog verhandelt.“

Drei Positionierungen des Museums werden von der Kommission hervorgehoben:

Das Museum ist immer Gegenwart!

Eine besondere Erwähnung findet dabei die aktuelle Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR, die das Museum Arbeitswelt nach mehrjähriger Vorarbeit unter der Leitung von Katrin Auer 2018 eröffnen konnte: „Die Erzählung der neuen Dauerausstellung holt die Besucher/innen in ihrer eigenen Zeit ab und zeigt ihnen andere, fremde Welten, zeitlich oder örtlich entfernt, damit sie sich in ihrer eigenen Gegenwart mit kritischem Hinterfragen besser zurecht finden und sich wissender einordnen können. Die Ausstellung ist multiperspektivisch, erfreulich modern gestaltet, multisensorisch, aktivierend und partizipativ!“

Das Museum ist ein (politischer) Ort des öffentlichen Diskurses!

Hervorgehoben wird auch das Team des Museums, das „sich der Idee einer offenen Gesellschaft verschrieben“ hat und diese dem Museum zugrunde liegende Haltung aktiv mitprägt. Insbesondere spiegelt sich das im Veranstaltungsprogramm wider, in „offenen Town Hall-Meetings, in denen gesellschaftspolitisch relevante Fragen mit der Bevölkerung diskutiert werden“.

Herausgegriffen wird auch die Politikwerkstatt DEMOS, „in der seit 2009 proaktiv politische Bildung betrieben wird. Aktuelle Fragestellungen und Themen werden in politisch grundierten Vermittlungsformaten wie Parlamentstribüne, Rednerpult, Wahlkabine oder Medienstudio zu einer anregenden Lernumgebung. So muss Museum als außerschulischer Bildungsort wirken!“, schreibt die Kommission in ihrer Begründung.

Das Museum ist für alle!

Von der Kommission wird das Museum Arbeitswelt als „proaktiver Vorreiter“ beschrieben, da es sich als führender Partner im EU-Projekt COME-IN! dem Thema Inklusion verschrieben hat und bei der Gestaltung der aktuellen Ausstellung die „Diversität der Zielgruppen“ bedacht wurde. Ein Museum für alle zu sein, sei insbesondere für kleinere und mittlere Museen, zu denen das Museum Arbeitswelt zähle, nicht einfach – „das Museum Arbeitswelt ist auch hier ein mutiges Museum und hat die Herausforderung angenommen!“

Auch das Team des Museum Arbeitswelt ist über die Verleihung sehr erfreut. Die scheidende Direktorin Katrin Auer betont: „Dieser Preis ist eine Anerkennung für die leidenschaftliche und idealistische Arbeit, die von vielen Menschen im und rund ums Museum seit über 30 Jahren geleistet wurde.“ Stephan Rosinger, der Katrin Auer als künstlerischer Leiter im Museum Arbeitswelt nachfolgt, ergänzt: „Wir sind alle sehr, sehr stolz auf diese Auszeichnung. Sie bestärkt uns, den Weg eines mutigen und offenen Hauses weiterzugehen. Wir werden auch in Zukunft neue Impulse setzen, Menschen Möglichkeiten und zugleich auch Orientierung bieten.“

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