Bürgermeister Michael Ludwig feierte fünf Jahre Hauptbahnhof

Wien (OTS/RK) - „Großer Bahnhof“ für den großen Bahnhof. Vor fünf Jahren, am 10. Oktober 2014, wurde der neue Hauptbahnhof offiziell eröffnet. Zum Jubiläum zogen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und ÖBB-CEO Andreas Matthä heute, Donnerstag, Bilanz über die Entwicklung des Bahnhofs und des umliegenden Sonnwendviertels und Quartier Belvedere. In und um den Bahnhof leben und arbeiten aktuell mehr als 20.500 Menschen. 140.000 Personen täglich nutzen den Verkehrsknotenpunkt, 1.100 Züge kommen am Bahnhof an bzw. fahren von dort ab. Zum Jubiläum wurde auch eine neue Kunstinstallation in der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Passage enthüllt. In der Haupthalle des Bahnhofes wurde der Geburtstag mit einer Torte, angeschnitten von ÖBB-Stimme Chris Lohner, gefeiert. Das Feier-Programm reicht noch bis in den Nachmittag: mit Geburtstagsumzug, Charity-Auktion mit Promis und einem Konzert.

„Mit dem Hauptbahnhof ist auch ein neues Stadtareal entstanden“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig bei einem Pressegespräch vor der „Geburtstags-Party“. Er hob die Zusammenarbeit mit der ÖBB hervor: Durch die Kooperation mit der Bahn, die ihre Flächen des ehemaligen Frachtenbahnhofs für das Sonnwendviertel mit 5.000 Wohnungen und dem Helmut-Zilk-Park geöffnet hatte, habe sich für Favoriten und die gesamte Stadt eine „Jahrhundertchance“ ergeben. Am Hauptbahnhof könne man auch das Erfolgsrezept der Stadt ablesen: „Wir haben von Anfang an auf die funktionale Durchmischung im Viertel geschaut. Hier gibt es nicht nur Wohnungen, sondern auch Büros, Arbeitsplätze und Nahversorgung. Die Quote bei den Wohnungen ist 50:50 für geförderten Wohnbau und frei finanzierte Wohnungen. Das stellt auch die soziale Durchmischung sicher“, erklärte Ludwig, der die Entwicklung des Areals bereits als Wohnbaustadtrat begleitet hatte. Gleichzeit arbeite die Stadt mit den privaten Hausbesitzern in den umliegenden Gründerzeit-Vierteln zusammen, um auch hier Aufwertungen und Sanierungen für die Mieterinnen und Mieter zu erreichen.

Der neue Bahnhof, der die alten Kopfbahnhöfe aus der vorigen Jahrhundertwende ersetzt, brachte Vorteile für Fahrgäste, sagte ÖBB-Chef Matthä. Der Bahnhof ist seit Eröffnung ein Mobilitätsknotenpunkt im europäischen Bahnnetz. Besonders stolz sei er darauf, dass der Bahnhof beim VCÖ-Bahntest bereits zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 gereiht wurde. „Der moderne Bahnhof wird nicht nur von Reisenden frequentiert. Das Shopping Center und Gastro-Angebot wird auch von jenen Menschen gut angenommen, die in der Umgebung leben und arbeiten.“

Für noch mehr „Wohlfühlfaktor“ soll künftig auch eine neue Kunstinstallation in der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Passage sorgen. Das farbenstarke Werk mit dem Titel „12 Töne“ stammt von Künstler Peter Sandbichler und wurde in Kooperation mit „KÖR - Kunst im öffentlichen Raum“ kreiert. Die Installation wurde im Anschluss an die Pressekonferenz von Bürgermeister Ludwig und ÖBB-Chef Matthä offiziell enthüllt.

Am Sonnwendviertel und im nebengelegenen Quartier Belvedere wird noch bis zum kommenden Jahr weiter gebaut. Derzeit entstehen direkt neben dem Bahnhof neue Wohnungen, Geschäftslokale und Orte der Kultur und des Sozialen: wie das Projekt „Gleis 21“ mit einer Theaterbühne oder das „CAPE10“, das kostenlose Gesundheitsversorgung und Wohnplätze für obdachlose Frauen bieten wird. Langfristet soll das neue Hauptbahnhof-Viertel Arbeitsplatz und Zuhause für 30.000 Wienerinnen und Wiener werden.

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