Winzig: Handelsdisput darf nicht auf Rücken der heimischen Betriebe ausgetragen werden

"Brauchen konstruktive Lösung im Sinne unserer Wirtschaft" / "Gegenseitiges Hochlizitieren von Strafzöllen nicht sinnvoll"

Brüssel (OTS) - "Es kann und darf nicht sein, dass ein Streit zwischen zwei Flugzeugherstellern auf dem Rücken der europäischen Klein- und Mittelunternehmen im Zuliefererbereich aber auch in der Landwirtschaft ausgetragen wird. Wir brauchen eine konstruktive Lösung im Sinne unserer Wirtschaft", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Angelika Winzig zur aktuellen Debatte im Plenum des Europaparlaments über die drohenden Strafzölle der USA. Davon sollen Flugzeuge sowie Industrie- und Agrarprodukte aus allen EU-Ländern in einem Umfang von 7,5 Milliarden US-Dollar (6,8 Milliarden Euro) betroffen sein.

Die Gründe für den Handelsdisput liegen im Jahr 2004. Die damals beanstandeten Subventionen für Airbus (im Wettstreit mit dem US-Konkurrenten Boeing) wurden allerdings längst eingestellt. "Ein gegenseitiges Hochlizitieren von Strafzöllen auf Grund einer Angelegenheit, die der Vergangenheit angehört und deren Gründe nicht mehr vorliegen, ist fahrlässig und nicht zielführend", sagt Winzig.

Besonders betroffen wäre Deutschland, mit gerechneten Exportverlusten von bis zu 2 Milliarden Euro jährlich. "Da Deutschland ein wichtiger Zuliefermarkt für viele andere europäische Mitgliedstaaten ist, könnte dies eine gefährliche Kettenreaktion auslösen", warnt Winzig.

Wichtig sei es, diesen Disput nicht eskalieren zu lassen und die Kommunikation mit den USA nicht aufzugeben, so Winzig. "Ich appelliere an die Kommission sowohl im Rahmen der WTO Klarheit zu schaffen und die Gespräche mit den USA für eine konstruktive Win-win-Lösung fortzuführen. Das wäre im Sinne unserer Wirtschaft und unseres Standorts", resümiert Winzig.

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