Zum heutigen Welttag des Augenlichts: Licht für die Welt strahlte Botschaft der Hoffnung für Blinde und Sehbehinderte auf Weltmuseum

Wien (OTS) - Zum heutigen internationalen Welttag des Augenlichts hat Licht für die Welt gestern Abend mit einer eindrucksvollen Videoprojektion auf die Fassade des Weltmuseums in Wien aufmerksam gemacht. Medienkünstler Alexander Sikanda rückte zu diesem Anlass sehbehinderte und blinde Menschen aus Afrika in das Licht seines 3D-Videomappings, zu dem trotz strömenden Regens zahlreiche BesucherInnen kamen. Gleichzeitig soll die ca. 40x14 Meter große Projektion auch Hoffnung ausdrücken. Denn 65 Millionen Menschen, die an Grauem Star leiden, könnten durch eine einfache Operation wieder sehen. Auch viele andere Augenkrankheiten und Sehbehinderungen können behandelt oder durch Rehabilitationsmaßnahmen gelindert werden. „Licht für die Welt hat allein letztes Jahr mehr als eine Million Augenuntersuchungen und 89.000 Augenoperationen durchgeführt. 2020 starten wir ein neues Programm zur Augengesundheit von Kindern, welches das Leben von mehr als einer Million Buben und Mädchen in den Armutsregionen Afrikas im nächsten Jahrzehnt verändern wird“, so Rupert Roniger, Geschäftsführer von Licht für die Welt International.

Weltmuseum-Direktor Christian Schicklgruber begrüßte die BesucherInnen der Kundgebung. Die Statements von Rupert Roniger und der Augenärztin Irene Ruhswurm erläuterten den Anwesenden die Hintergründe der weltweiten Problematik zur Augengesundheit. Im Anschluss formierten mehr als 40 BesucherInnen mit ihren erhobenen Handys als Lichter die Zahl 36, die für 36 Millionen blinde Menschen weltweit steht. Ab 19.30 Uhr erstrahlten dann überlebensgroße Szenen aus Afrika auf der Fassade des Weltmuseums. Die Moderation hielt Karin Krobath, die Vorstandsvorsitzende von Licht für die Welt International. Für die musikalische Begleitung der Kundgebung sorgte der bekannte Tiroler Weltmusiker Mario Parizek mit seiner Gitarre.

„800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu einer Brille. Kinder können nicht lesen, was an der Schultafel steht und Erwachsene haben Probleme den Alltag zu bewältigen, wenn sie sehbehindert sind“, so Augenärztin Irene Ruhswurm. Sie wies auch darauf hin, dass in manchen Ländern in Afrika ein Augenarzt auf eine Million Menschen kommt. „Das wäre so, als stünden in ganz Österreich nur acht Augenärzte zur Verfügung“, verglich Ruhswurm. Die Fachärztin appellierte an die österreichische Bundesregierung, Stiftungen und auch Unternehmen aus der Privatwirtschaft, die Mittel bereitzustellen damit niemand mehr blind werden muss oder entsprechend behandelt werden kann.

Ein gestern in Genf veröffentlichter Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur weltweiten Augengesundheit zeigt deutlich, dass Blindheit und Sehbehinderungen besonders Menschen in ländlichen Armutsregionen der Welt, solche mit niedrigem Einkommen, Frauen und Menschen mit Behinderungen trifft. Besonders dramatisch ist die Situation in den Ländern der Sahelzone und in Südasien, wo die Blindheitsraten bis zu acht Mal höher sind als in Ländern mit hohem Einkommen. „Mit nur 30 Euro an Spenden können wir einem Menschen das Augenlicht und damit ein neues Leben zurückgeben“, so Rupert Roniger abschließend.

Fotos zum Download © Thomas Meyer Photography

Youtube-Link zum Videomapping © Alexander Sikanda/Mario Parizek

Link zum WHO-Bericht

Licht für die Welt

Licht für die Welt ist eine internationale Fachorganisation für inklusive Entwicklung. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die allen offen steht und niemanden zurücklässt. Wir setzen uns für barrierefreie augenmedizinische Versorgung ein und unterstützen inklusive Bildung und Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Licht für die Welt ist als unabhängiger, gemeinnütziger Verein organisiert und unterhält Länderbüros in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Südsudan. Mit unseren Programmen stärken wir die Rechte von Menschen mit Behinderungen, ermöglichen ihnen ein selbstbestimmtes Leben und helfen ihnen aus der Armutsfalle.

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