10.10. Fotoaktion: Rote Karte für Fouls der Konzerne

Österreich und EU-Kommission stehen auf Seite der Konzerne

Wien (OTS) - Kommende Woche (14. - 18. Oktober) finden in Wien und Genf parallel UN-Verhandlungen statt, welche die Macht von Konzernen ausweiten oder eingrenzen könnten. Sowohl die österreichische Regierung wie auch die EU-Kommission stehen dabei in beiden Fällen auf der Seite der Konzerne.

Mit einer Fotoaktion machen AktivistInnen der europaweiten Kampagne „Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS“ auf die Schieflage aufmerksam: Einem Fußballteam von Konzernen wird von einer Schiedsrichterin die rote Karte gezeigt, während sich das Team der von Menschenrechtsverletzungen Betroffenen für Regeln für Konzerne einsetzt.

Zeit: 10.10.2019, 11:00 Uhr
Ort: Muhammad-Asad-Platz / UNO-City, 1220

Worum geht es:

Die UN-Verhandlungen über ein Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten (UN-Treaty) in Genf haben zum Ziel, dass Menschenrechtsverstöße entlang der Wertschöpfungskette nicht länger straflos bleiben. Im Rahmen der UN-Organisation UNCITRAL wird gleichzeitig in Wien über einen „Multilateralen Investitionsgerichtshof (MIC)“ verhandelt. Konzerne sollen damit ein eigenes, exklusives Gericht erhalten, vor dem sie klagen können, wenn ihnen Gesetzesänderungen zum Wohle von Umwelt oder der Gesellschaft nicht passen. Die österreichische Regierung wie auch die EU-Kommission setzen sich einerseits stark für den MIC ein, erschweren aber andererseits den Treaty-Prozess seit Jahren. Mehr Infos: http://rules4corporations.org/de

Die Kampagne „Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS“ wird getragen von der Treaty Alliance und der Plattform Anders Handeln.

Rückfragen & Kontakt:

Carla Weinzierl
NeSoVe - Netzwerk Soziale Verantwortung
+43-660-8835-409, Carla.weinzierl@nesove.at

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