FCG widmet Tag der menschenwürdigen Arbeit den pflegenden Angehörigen

FCG Bundesgeschäftsführer Gosch: 21 Mrd. an Wertschöpfung keine Lappalie

Wien (OTS/FCG) - „Wussten Sie, dass pflegende Angehörige jedes Jahr Dienste im Wert von 21 Milliarden verrichten, ohne dafür bezahlt zu werden?“, stellt FCG-Bundesgeschäftsführer Franz Gosch anlässlich des Tages der menschenwürdigen Arbeit die Frage in den Raum. In Österreich gibt es beinahe eine Million pflegende Angehörige und knapp 50.000 Kinder, die ihre Eltern pflegen. Zwischen 80 und 90 Prozent davon sind Frauen bzw. Mädchen. Das sind allarmierende Zahlen. Diese Menschen tragen die Pflege in Österreich ohne Arbeitszeitgesetz, ohne Rückhalt und teilweise, indem sie ihren Job aufgeben oder zumindest eine erhebliche Mehrbelastung in Kauf nehmen müssen.

„Frauen dürfen dadurch nicht arm und krank werden, der Staat darf diese Menschen nicht im Stich lassen“, so Karin Zeisel, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher GewerkschafterInnen in der GPA-djp weiter.

Neue Regierung muss ihre Hausaufgaben machen

„Wir müssen uns jeden Tag aufs Neue diesem Problem widmen und besser gestern als morgen Lösungen für die Betroffenen finden. Heute am Tag der menschenwürdigen Arbeit wollen wir diesen Menschen besonders unseren Dank aussprechen und unsere Unterstützung anbieten“, so Gosch. Die FCG fordert ein individuelles Pflegekonzept, an die Lebensgegebenheiten der Menschen angepasst. Zuzüglich braucht es eine Lohnentgeltsfortzahlung für pflegende Angehörige. „Eine Million Menschen, die 21 Milliarden an Wertschöpfung leisten, indem sie Aufgaben übernehmen, die der Staat alleine nicht bewältigen könnte, dürfen wir nicht im Regen stehen lassen. Ganz im Gegenteil. Es braucht dringend Maßnahmen für diese Bevölkerungsgruppe und wir erwarten uns, dass die neue Regierung dem Thema „Pflege“ schnellstens die höchste Priorität einräumt“, fordern Zeisel und Gosch unisono.

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