Mit neuem Auftritt und Imagekampagne die Jugend begeistern

Alte Tradition in neuem Licht - Pflasterer Handwerk als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

Wien (OTS) - Das Handwerk der Pflasterer wurde letztes Jahr in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Um auf die Bedeutung des Berufsstandes aufmerksam zu machen, geht es nun vor allem darum, jüngere Generationen für die Berufssparte zu erreichen. Eine Imagekampagne sowie ein neues Logo sollen dabei helfen.

Das Pflasterer Handwerk wurde letztes Jahr als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Ing. Peter Nowotny, Berufsgruppensprecher der Pflasterer, ist sichtlich geehrt: „Das Pflastererhandwerk leistet einen wesentlichen Beitrag, damit heimisches Kulturgut weiterhin bestehen bleibt und neu belebt wird. Denn die fachmännische Expertise, die Erfahrung und das handwerkliche Geschick eines Pflasterermeisters tragen dazu bei, dass jede Pflasterfläche ein handwerkliches Unikat ist, mit dem ein bleibender Wert geschaffen wird."

Jüngere Generationen begeistern

Die (im-)materiellen Werte, welche das gesamte Handwerk mit sich bringt, sind heute oftmals nicht mehr bekannt. Die Herausforderung besteht darin, junge Menschen anzusprechen und für eine Lehre als Pflasterer zu begeistern. Die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der Berufssparte gilt es zu vermitteln, angefangen bei den zahlreichen Jobeinstiegschancen und Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zum Meister. Durch ihre Langlebigkeit leisten die gestalteten Flächen zudem einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

Ein neuer Auftritt mit einem modernen Logo soll ein erster Schritt in diese Richtung sein. Außerdem wurde im März 2019 eine Imagekampagne beschlossen, um die Bekanntheit und den Stellenwert der Branche aufzuwerten.

Richard Michels, Leiter der Arbeitsgruppe Image weiß, worauf es ankommt: „Das Pflastererhandwerk bietet sowohl eine fundierte technische Ausbildung als auch kreative Gestaltungsmöglichkeiten mit einer der höchsten Lehrlingsentschädigungen und langfristig sehr guten Verdienstmöglichkeiten. Es ist ein krisensichererer Beruf, da gelerntes Fachpersonal in dieser Branche immer nachgefragt wird.“

Tradition und Moderne fänden in sich ergänzender Weise zusammen, da sich das Pflastererhandwerk ständig mit der neuesten Technik weiterentwickele. Außerdem sei die Pflasterbauweise eine dauerhafte, ökologische und nachhaltige Bauweise, so Michels weiter.

Notwendigkeit des Berufsstandes

Die Relevanz der Berufssparte ergibt sich auch durch neue Entwicklungen, wie Anita Drexel, Professorin an der Universität für Bodenkultur, in ihrem Empfehlungsschreiben für die UNESCO-Kommission erläutert: „Heute sind zunehmende Verstädterung mit Bodenverbrauch, Versiegelung und Temperaturanstieg die Herausforderungen, denen sich auch das Pflastererhandwerk mit seinen historischen und neuen Bauweisen stellt“. Laut ihrer Meinung ist die Branche durch seine „dauerhaften Baustoffe“ sowie „flexiblen Bauweisen, die ein mehrfaches Wiederverwenden des Pflastermaterials ermöglichen“, eine der nachhaltigsten.

Tradition trifft Moderne

Einerseits bedarf es beim Pflastern traditioneller Handwerkzeuge (z.B. Kleinstein- und Großsteinpflasterhammer), andererseits wird der Pflasterer durch moderne Technik wie Hebegeräte bei der körperlichen Arbeit entlastet. Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei der Herstellung einer Pflasterfläche, da jede Pflasterung individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. „Das Geschick des geübten Handwerkers ist es, regelmäßige Harmonie mit unregelmäßigen Einzelsteinen herzustellen“, schreibt Walter Zimmeter, Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck in seiner Expertise zum Pflastererhandwerk. So werden bei der Ausbildung die eigene Kreativität eingebracht und mit den Händen individuelle Gestaltungen geschaffen, die Generationen überdauern.

Die Arbeitsgruppe Image Pflasterer wurde von der Berufsgruppe der Pflasterer der Wirtschaftskammer Österreich offiziell mit der Umsetzung der Imagekampagne beauftragt.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeitsgruppenleiter: Richard Michels, Mobil 0664/2424020, r.michels@pflasterer-lehrling.at
CREATIV - PFLASTERUNG KG, Am Wetterkreuz 5, 5165 Berndorf
www.creativ-pflasterung.at

Mag. Gabriela Prett-Preza, MSc, Mobil 0676/971 3471, g.prett-preza@pflasterer-lehrling.at
CONCEPTS Gabriela Prett-Preza KG, Westbahnstrasse 7/6a, 1070 Wien
www.conceptsgpp.at

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