„Orientierung“ über Leben in Ruinen: Lokalaugenschein in der syrischen Stadt Aleppo – am 29. September um 12.30 Uhr in ORF 2

Außerdem: „Islam besser verstehen – Wiener Museum zeigt ‚Schulgespräche‘“, „Religionsvertreter und Mobilität“ sowie Fußballprofi Shon Weissman im Porträt

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 29. September 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Leben in Ruinen: Lokalaugenschein in der syrischen Stadt Aleppo

Fast hat es den Anschein, als würde der Krieg kein Ende finden: Von neuen Kampfhandlungen am Rande der syrischen Großstadt Aleppo wurde dieser Tage berichtet. Auch die umkämpfte Region Idlib, ganz in der Nähe, kommt nicht zur Ruhe. Noch vor den aufgeflammten Kämpfen konnte ein „Orientierung“-Redakteur eine kleine Delegation von Hilfsorganisationen nach Syrien begleiten und sich dabei auch ein Bild von Projekten machen, die sich dem Wiederaufbau – auch in Aleppo – widmen: Franziskaner unterstützen die Reparatur von Tausenden Wohnungen. Ein Sozialmarkt der melkitischen Kirche soll die Stadtbevölkerung mit preiswerter Nahrung versorgen. Selbst um die Verschönerung von Gassen und Straßen sorgt man sich: Bäume und Sträucher werden neu gepflanzt, um wieder – nach langer Zeit – so etwas wie Normalität zu signalisieren. Bericht: Marcus Marschalek, Mitarbeit: Thomas Winkelmüller.

Islam besser verstehen: Wiener Museum zeigt „Schulgespräche“

Das Wiener Volkskundemuseum zeigt derzeit 15 Kurzfilme über muslimische Schülerinnen und Schüler, die an vier Wiener Schulen gedreht wurden. Initiiert wurde das Filmprojekt vom Kulturwissenschafter Georg Traska. Seine Motivation: Es soll nicht nur über Musliminnen und Muslime gesprochen werden – diese sollten auch mehr Gelegenheit erhalten, selbst über sich zu reden. Vorurteile und Stereotype könnten so besser hinterfragt werden. Die Thematik der Kurzfilme ist vielfältig: Vom „Kopftuch-Problem“ über die „religiöse Praxis in der Schule“ bis zum u. U. konfliktgeladenen Diskussionsstoff „Evolution und Schöpfung“ – wo es Reibungsflächen zwischen Islam und Biologieunterricht geben kann – reicht die Palette der Themen. Die „Orientierung“ hat die Filmpräsentation besucht, zeigt Ausschnitte der Kurzfilme und hat mit Projektleiter Georg Traska gesprochen. Bericht: Klaus Ther.

Lobgesang aufs Fahrrad: Religionsvertreter und die Mobilität

Der Straßenverkehr ist einer der Hauptverursacher von klimaschädlichem Kohlendioxid. Das ist nun, da der Klimaschutz wieder vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt, auch in der österreichischen Politik angekommen. Noch fehlen neue konkrete Maßnahmen, auch Zeitpläne und Finanzierung sind erst zu definieren. Da ist das Engagement einzelner Religionsvertreter und -vertreterinnen in einigen Punkten schon klarer: Die christlichen Kirchen Österreichs versuchen in einer fünfwöchigen „Schöpfungszeit“ den Blick für die Bewahrung der Natur zu schärfen. Und auch in anderen Religionsgemeinschaften zeigt man Vorbildhaftes: Die muslimische Umweltaktivistin Ursula Kowanda-Yassin (Autorin von „Öko-Dschihad“), Rabbiner Schlomo Hofmeister und – ganz im Sinne der „Schöpfungszeit“ – der römisch-katholische Weihbischof Stephan Turnovszky verzichten auf das Auto und erklären im aktuellen „Orientierung“-Beitrag, warum das Fahren mit dem Rad für sie auch religiöse Hintergründe hat. Bericht: Ursula Unterberger.

Torjäger aus Israel: Shon Weissman, ein Fußballprofi und sein Glaube

Erst seit wenigen Monaten ist er in Österreich, doch im heimischen Fußball war er schon nach einigen Wochen kein Unbekannter mehr: der 23-jährige israelische Stürmer Shon Weissman. Dem Kärntner Bundesligisten Wolfsberger AC hat er bereits zahlreiche Tore beschert. Sein kurzes „Schma Israel“, das bekannteste Gebet im Judentum, spricht er – die Hände vor den Augen, eilig und bedacht – nach jedem Treffer. Dass er sich – gemeinsam mit seiner Ehefrau Eden – in Österreich gut aufgenommen fühlt, erzählt er im „Orientierung“-Interview. Sein gelebtes Judentum werde rundum respektiert: wenn es darum geht, abseits des Teams koscher zu essen oder darum, einmal pro Woche nach Wien zu fahren, um dort koschere Lebensmittel einzukaufen und in einer Synagoge zu beten. Bericht:
Dorit Muzicant.

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