Gewaltschutzpaket: Endlich besserer Schutz für Pflegepersonal!

vida-Mjka: „Langjährige Forderung der Gewerkschaft vida umgesetzt“

Wien (OTS) - „Endlich können die KollegInnen in Krankenhäusern noch besser geschützt werden! Für tätliche Angriffe gegen sie gelten künftig strengere Strafen. Das ist ein großer Erfolg im sonst leider sehr kontraproduktiven Gewaltschutzpaket, das gestern beschlossen wurde“, so Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida.

Wer zuschlägt, wird aus dem Verkehr gezogen

„Damit wird eine langjährige Forderung von uns endlich in einen Gesetzestext gegossen. Es darf keine Toleranz gegenüber GewalttäterInnen geben“, so der vida-Gewerkschafter. Es ist völlig inakzeptabel, dass „Beschäftigte bei der Ausübung ihrer beruflichen Pflichten Schläge ins Gesicht, Drohungen mit dem Umbringen und andere Gewaltakte erdulden müssen. Mit den neuen Regeln ist es wieder ein Stück mehr gelungen, Gewalt gegen Personal in Krankenhäusern zu enttabuisieren“, ist Mjka überzeugt.

Gewalt gegen das Personal ist in vielen Krankenhäusern leider kein seltenes Phänomen. 6 von 10 Beschäftigten in der stationären Pflege geben an, dass sie bereits Gewalterfahrungen gemacht haben, wie eine AK-Studie zeigt. Am häufigsten von Übergriffen betroffen sind Pflegekräfte, danach ÄrztInnen und TherapeutInnen.

Mehr von uns. Besser für alle.

Abschließend hält Mjka fest, dass „Unternehmen, die aus Spargründen ständig personell unterbesetzt sind, auch in puncto Gewaltprävention äußerst fahrlässig agieren. Oberste Priorität ist, genügend Personal einzusetzen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um der Gewalt am Arbeitsplatz vorzubeugen“. Genau darauf zielt auch die vida-Offensive „Mehr von uns. Besser für alle.“ ab. „Es führt kein Weg daran vorbei, dass es in Zukunft mehr Personal in Krankenhäusern gibt. Es muss unter anderem sichergestellt sein, dass ArbeitnehmerInnen keine Nachtdienste mehr alleine verrichten! Die verantwortlichen Entscheidungsträger können es sich nicht länger leisten, nicht zu handeln“, so der vida-Gewerkschafter.

Webtipp: www.vida.at/mehrvonuns

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