Parteifinanzen und Klima dominierten im TV-Wahlkampf

Koalitionsmöglichkeiten und Migration gewannen im Finale stark an Bedeutung

Wien (OTS) - Im TV-Wahlkampf vor der Nationalratswahl 2019 dominierten die Themen Parteienfinanzierung sowie Klima- und Umweltpolitik. Das ergab eine Analyse der TV-Duelle und Elefantenrunden auf ORF, ATV, Puls4 und ServusTV durch APA-DeFacto. Die Frage nach möglichen Koalitionsvarianten sowie der Themenkomplex Migration und Asyl, der bei der Nationalratswahl 2017 den meisten Raum eingenommen hatte, folgen auf den weiteren Plätzen.

Mit über 72 Minuten eindeutig zuordenbarer Sprechzeit war Parteienfinanzierung das meistdiskutierte Thema in den unterschiedlich zusammengesetzten TV-Runden. Das Ibiza-Video, Geldflüsse an parteinahe Vereine, großzügige Spenden in Millionenhöhe oder das Parteienfinanzierungsgesetz sorgten für reichlich Gesprächsstoff in den TV-Studios.

Klima- und Umweltpolitik, die neben der Causa „Ibiza“ bereits im EU-Wahlkampf im Mai dieses Jahres im Fokus gestanden hatte, belegt mit 68 Minuten den zweiten Platz im Themenranking. Vor allem über CO2-Steuer, Verkehr und Fleischkonsum wurde intensiv diskutiert. Alle Spitzenkandidatinnen und –kandidaten räumten dem Klima-Thema viel Platz in ihren Argumentationen ein.

67 Minuten widmeten sich die Diskutierenden den möglichen Koalitionsvarianten und diesbezüglichen Präferenzen (Rang 3). Migration und Asyl, im Nationalratswahlkampf 2017 noch dominierend, belegen als Themenkomplex im Ranking für 2019 mit 63 Minuten den vierten Platz. Sowohl die Koalitionsfrage als auch Migration und Asyl wurden in den ersten TV-Runden Anfang September dieses Jahres kaum diskutiert und kletterten erst in den finalen Konfrontationen steil nach oben.

Die weiteren Themen in den Top-10 waren Steuerpolitik (37 Minuten), Arbeitsmarktpolitik (36), (Rechts-)Extremismus (31), Bildungspolitik (31), Sozialpolitik (26) und Wohnen (23).

Die Analyse der Redezeit der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten, unabhängig von den jeweiligen Themen, zeigt folgendes Bild: Mit 162 Minuten verbucht Ex-Kanzler und ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz die meiste Redezeit. Platz zwei und drei belegen Beate Meinl-Reisinger von den NEOS (150 Minuten) und Pamela Rendi-Wagner von der SPÖ (142). Dahinter folgen Werner Kogler (Die Grünen, 141), Norbert Hofer (FPÖ, 117) und Peter Pilz (JETZT, 62).

Die von APA-DeFacto durchgeführte O-Ton-Studie analysierte den heimischen TV-Wahlkampf zur Nationalratswahl 2019. Grundgesamtheit der Auswertung stellten die in TV-Duellen und Elefantenrunden der Sender ORF, ATV, Puls4 und ServusTV verzeichneten O-Ton-Sekunden aller Spitzenrepräsentantinnen und -repräsentanten dar. Der Auswertungszeitraum erstreckte sich von 3. bis 23. September.

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