BürgerInnenbeteiligung für das Gersthofer Platzl erfolgreich abgeschlossen

Bezirksvorsteherin Nossek: BürgerInnen wollen rasche Umsetzung

Wien (OTS) - Währing hat in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit dialog- und lösungsorientierten Beteiligungsmodellen gemacht. So wurde nach der erfolgreichen Umsetzung des Projekts „Schulvorplatz Schulgasse“, der Neu-gestaltung des Gerda-Lerner-Parks und der Planung für den Johann-Nepomuk-Vogl-Platz auch die dringend notwendigen Verbesserungen am Gersthofer Platzl im Dialog mit engagierten BürgerInnen und mit dem Fokus auf machbare Lösungen entwickelt. Im Frühjahr 2017 nahm im Rahmen der Agenda Währing eine Gruppe engagierter BürgerInnen die Sache in die Hand und entwickelte einen Vorschlag für ein besseres, attraktiveres und sichereres Platzl.

„Es freut mich, dass unsere Beteiligungsformate so gut angenommen werden, und wir hier in einen echten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten können. Dabei konnten viele Fragen und Missverständnis-se geklärt, manch gute Idee noch aufgenommen werden – und die Zufriedenheit mit dem Projekt ist sehr gestiegen“, sagt Bezirksvorsteherin Silvia Nossek.

Neues Grätzlzentrum mit mehr Grün und Platz für FußgängerInnen

Das Gersthofer Platzl soll zu einem attraktiven Grätzlzentrum werden. Die Planung sieht fünf neue Bäume direkt am Platzl sowie 75m2 neue Grün-fläche vor. Der Markt wird aufgewertet – mehr Platz, mehr Grün, zusätzliche Sitzgelegenheiten, der 10A wird durch die Verlängerung der Busspur beschleunigt. Kürzere Querungen und längere Grünphasen bei mehreren Übergängen, breitere Gehsteige und baulich verbesserte Querungen schaffen mehr Sicherheit und Komfort beim Zu-Fuß-Gehen und Umsteigen. Alle bestehenden Abbiegemöglichkeiten und Fahrrelationen für den Autoverkehr bleiben erhalten, nur die Geschwindigkeiten werden verträglicher, kein Gedränge und keine Überholmanöver mehr im zweispurigen Bereich.

Dieser Vorschlag war nun über ein Jahr lang Gegenstand breiter Diskussion. In einem zweistufigen Verfahren wurden zunächst die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer, im zweiten Schritt alle Bewohnerinnen und Bewohner Währings per Post über das Projekt informiert. Alle waren eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Im Rahmen einer 2-wöchigen Info-Ausstellung im Amtshaus des Bezirks sowie zwei BürgerInnenversammlungen konnten alle Interessierten in die Pläne Einsicht nehmen, mit Expertinnen und Experten ihre Fragen diskutieren, Vorschläge machen und ihre Meinung zum Projekt abgeben. Über 500 Personen haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Neues Gersthofer Platzl: Zustimmung von BürgerInnnen und MarktstandlerInnen

Nach allen geführten Diskussionen und Gesprächen liegen nun die Ergebnisse klar auf dem Tisch: Die BewohnerInnen stehen der neuen Gestaltung mehrheitlich positiv gegenüber. Begrüßt werden die gewonnene Lebensqualität, die neuen Bäume, die sicheren Querungen und die Entschleunigung des Verkehrs insgesamt. Der Preis für all diese Vorteile ist die Verlegung der Haltestelle der Autobuslinie 10A, mit der sich einzelne Umsteigerelationen um ein bis zwei Minuten verlängern.

Ein Gewinn wäre das Projekt auch für die Geschäftstreibenden und den Markt: „Eine Umgestaltung des Marktes wird von den Marktstandlern ge-wünscht und ist somit positiv zu sehen“, so WK Wien Bezirksobmann Walter Seemann.

Fachlich wurden alle Bedenken und Einwände, insbesondere bezüglich Verkehrssicherheit, Stau-Effekten und großräumigeren Auswirkungen, in zwei langen Kommissionssitzungen der Bezirksvertretung diskutiert und auch anhand einer Computer-Simulation untersucht. Ergebnis: „grünes Licht“ in allen Belangen von Seiten der Fachdienststellen und der Wiener Linien. Und es gab Übereinstimmung unter den Kommissionsmitgliedern aller Parteien, dass das Projekt eine wesentliche Verbesserung am Platzl bringen würde.

Nossek: „Die Zeit ist überreif für eine Entscheidung!“

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek dazu: „Die Zeit ist überreif für eine Entscheidung. Bei dieser Faktenlage und nun mit den Ergebnissen der BürgerInnenbeteiligung wäre es unverantwortlich, weiter Zeit zu verlieren. Deswegen bin ich auch zuversichtlich, dass es jetzt eine Mehrheit für das Projekt geben wird. GRÜNE und NEOS haben sich klar deklariert – die Verantwortung, ob das Platzl nächstes Jahr aufatmen kann oder der unerträgliche Ist-Zustand weiter besteht, liegt nun bei ÖVP, SPÖ und FPÖ. Letzteres würde ich außerordentlich bedauern, kann aber den politischen Mitbewerbern ihre Verantwortung für den Bezirk nicht abnehmen.“


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