UNOS: Unverständnis über aggressives Vorgehen der WKO gegen die Supervisoren

Schuster: "Unsere Service-Kammer der Zukunft spielt Berufsgruppen nicht gegeneinander aus."

Wien (OTS) - Der Streit um die Supervisoren in der Wirtschaftskammer geht in die nächste Runde. Nachdem die Wirtschaftskammer zahlreiche Klagen gegen die Supervisoren einbrachten, wurden diese zu Strafzahlungen und zur Lösung eines Gewerbescheins verdonnert.Selbst den Auftraggebern wurden Pfuscher-Anzeigen angedroht, sollten sie Nicht-Kammermitglieder beauftragen, berichtet Wolfgang Knopf von der ÖVS im Standard.

Die Kammer stört sich außerdem daran dass öffentliche Einrichtungen oft exklusiv mit Supervisoren zusammenarbeiten. So beispielsweise in der Steiermark, wo in der Behindertenhilfe tätige Personen eine Supervision erhalten. Hier kam es letzten November nun zu einer weiteren Klage und zu einem Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Land Steiermark.

"Wir können das aggressive Verhalten der Wirtschaftskammer gegen eine Berufsgruppe nicht nachvollziehen. Eine Kammer, die sich für das Unternehmertum einsetzt, hätte sicher auch andere Wege zur Lösungsfindung zustande gebracht. Wir begrüßen das nun gefällte Urteil des Obersten Gerichtshofs, der entschieden hat, dass die Kurzausbildung zum Supervisor der Sozialberater nicht gleichwertig mit der Ausbildung der in der ÖVS vertretenen Berufe sei", konstatiert der Bundessprecher der UNOS.

"Wir befürchten, dass der Kreuzzug der Wirtschaftskammer in diesem Fall damit aber noch nicht beendet ist. Was der konkrete Fall aber erneut zeigt ist, dass es dringend eine moderne Regelung der Berufsgruppen braucht, die auch Raum für neue Berufszweige lässt und nicht der Besitzstandswahrung alter Privilegien dient," stößt der Unternehmer eine Reform an.

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