ORF III am Wochenende: Fortsetzung des Schwerpunkts „100 Jahre Südtirol“, „Die Zauberflöte“ aus St. Margarethen 2019

Außerdem: „In memoriam Marko Feingold“, Ö3-Moderator Robert Kratky in den „Berggesprächen“

Wien (OTS) - Vor 100 Jahren fiel Südtirol mit dem Friedensvertrag von St.-Germain-en-Laye an Italien. ORF III Kultur und Information setzt seinen Schwerpunkt am Samstag, dem 21. September 2019, im Rahmen der Programmleisten „Unser Österreich“ und „zeit.geschichte“ fort. Außerdem gedenkt ORF III des kürzlichen verstorbenen Holocaust-Zeitzeugen Marko Feingold.
Am Sonntag, dem 22. September, präsentiert „Erlebnis Bühne“ die diesjährige Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ aus der Oper im Steinbruch in St. Margarethen zum Wiedersehen.

Samstag, 21. September

Bevor der Südtirol-Schwerpunkt in ORF III startet, wandert ORF-III-Moderator Andreas Jäger in einer neuen Ausgabe „Berggespräche“ (15.00 Uhr) gemeinsam mit Ö3-Moderator Robert Kratky durch das Kamptal und die Wachau.

Ab 16.40 Uhr stehen vier „Unser Österreich“-Ausgaben mit Südtirol-Bezug auf dem Programm, beginnend mit „Meran erzählt – Werke und Tage an der Passer“ (16.40 Uhr) über die 700 Jahre alte Geschichte der ehemaligen Tiroler Landeshauptstadt. Südtirol von der kulinarischen Seite beleuchtet „Die Geschichte des Südtiroler Törggelen – Eine kulinarische Spurensuche im südlichen Eisacktal“ (17.05 Uhr). Flora und Fauna der nördlichsten Provinz Italiens porträtieren schließlich die Filme „Südtirol – Auf den Spuren des Steinbocks“ (17.30 Uhr) und „Die Pala – Dolomitenberge im Alten Österreich“ (18.20 Uhr).

Ab 20.15 Uhr folgt ein dreiteiliger „zeit.geschichte“-Abend im Zeichen Südtirols. Zu Beginn ist Birgit Mosser-Schuöckers Dokumentation „Südtirol – Überlebenskampf zwischen Mussolini und Hitler“ (20.15 Uhr) zu sehen. Im Juni 1939 musste sich die Südtiroler Bevölkerung zwischen dem Weiterleben in ihrer Heimat unter dem Druck des faschistischen Italiens oder einer Umsiedlung „ins Reich“ nach Hitler-Deutschland entscheiden. Nach dem Ersten Weltkrieg von Österreich abgetrennt, wurden die Südtirolerinnen und -tiroler somit 1939 neuerlich zum Opfer politischer Interessen. Berührende Zeitzeugenberichte lassen die Atmosphäre des leidvollsten Kapitels der Südtiroler Geschichte spürbar werden. Anschließend folgt mit „Die Feuernacht – Österreich und die Südtirol-Bomben“ (21.05 Uhr) ein weiterer Film von Birgit Mosser-Schuöcker über die Serie von Bombenanschlägen, die am 11. Juni 1961 – in der Herz-Jesu-Nacht – die Provinz erschütterte. Südtiroler/innen versuchten mit diesen Gewaltakten auf die Unterdrückung der deutschsprachigen Bewohner/innen Südtirols durch die italienische Politik aufmerksam zu machen. Schließlich zeigt ORF III die „Universum History“-Dokumentation „Luis Trenker – Ein Mann und seine Legenden“ (21.55 Uhr) von Karin Duregger über das Leben des Südtiroler Filmemachers, der das Genre des Bergfilms prägte.

Danach erinnert ORF III an den im Alter von 106 Jahren verstorbenen Holocaust-Überlebenden Marko Feingold und zeigt ein aus dem Jahr 2015 stammendes 20-minütiges Interview unter dem Titel „Die letzten Zeitzeugen – In memoriam Marko Feingold“ (22.45 Uhr). Darin erzählt Feingold über seine Erlebnisse in insgesamt vier Konzentrationslagern: Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald. Er entkam dem Tod viele Male nur um ein Haar. Nach 1945 half Feingold bei der Flucht Tausender jüdischer „Displaced Persons“ über die Krimmler Tauern Richtung Palästina.

Sonntag, 22. September

Am Sonntag lässt ORF III den diesjährigen Kultursommer noch ein letztes Mal hochleben und zeigt das Dakapo eines besonderen Festspiel-Highlights: Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ aus der Oper im Steinbruch in St. Margarethen. Die einzigartige Felsenlandschaft des Steinbruchs in der burgenländischen Gemeinde bot eine spektakuläre und zugleich märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und die Vernunft. Sein Operndebüt gab Schauspieler Max Simonischek, der in die Rolle des „Papageno“ schlüpfte. Premiere feierten auch Carolin Pienkos und Ehemann Cornelius Obonya, die erstmals auf der eindrucksvollen Freilichtbühne im ehemaligen Römersteinbruch inszenierten. Das Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft dirigierte Karsten Januschke. Es sang der Philharmonia Chor Wien.

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