Die dunkle Seite der sozialen Netzwerke

Roger McNamee, Evgeny Morozov und Max Schrems am 27. September beim Vienna Humanities Festival

Wien (OTS) - Lange Zeit galten soziale Netzwerke, Big Data und künstliche Intelligenz als Hoffnungsträger einer demokratischen und freien Gesellschaft. Heute warnen jedoch immer mehr einstige Befürworter vor den Schattenseiten und Gefahren der Digitalisierung. Nicht nur unsere Privatsphäre sei durch flächendeckende Überwachung und das massenhafte Sammeln von persönlichen Daten bedroht, sondern die Grundfesten unserer Demokratie.

Wie ernst die Lage ist und was dagegen getan werden kann, diskutieren drei der weltweit führenden Aktivisten des digitalen Zeitalters im Rahmen des Vienna Humanities Festivals am 27. September: der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems (Kämpf um deine Daten), der gegen Facebook vor Gericht gezogen ist, der Publizist und Kritiker der neuen smarten Welt Evgeny Morozov (The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedom) sowie Roger McNamee, der nach seinen Erfahrungen als Mark Zuckerbergs Berater mit dem Buch Zucked: Waking Up to the Facebook Catastrophe für Schlagzeilen gesorgt hat. Die hochkarätige Podiumsdiskussion im Globe Wien in der Marx Halle, die von IWM Rektorin Shalini Randeria moderiert wird, ist neben der Eröffnung am 26. September das zweite Highlight des Festivals, das in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Unheil und Hoffnung“ steht.

Mit großen Namen und aktuellen Themen geht es auch am Samstag und Sonntag weiter, wo im Wien Museum, der Evangelischen Schule, der Technischen Universität sowie im Stadtkino ab 12:00 Uhr an vier Orten zeitgleich Diskussionen stattfinden. Neben dem international gefragten Politikwissenschaftler Ivan Krastev, der sein neues Buch The Light That Failed vorstellt, werden die vielbeachtete Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, der Chefdirigent des American Symphony Orchestra Leon Botstein, die Reporter ohne Grenzen-Journalistin Rubina Möhring, die Organisatoren der Donnerstag-Demos sowie der österreichische Genetiker Josef Penninger und viele mehr ihre Erfahrungen und neuesten Erkenntnisse mit dem Publikum diskutieren. Der Journalist Max Zirngast, der am Jahrestag seiner Festnahme in der Türkei überraschend freigesprochen wurde, wird ebenfalls am Festival erwartet.

Die Veranstalter – das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Wien Museum und Time to Talk – rechnen auch in diesem Jahr mit mehr als 5.000 BesucherInnen.

Social Networks or Social Nightmares?

Podiumsdiskussion mit Max Schrems, Evgeny Morozov, Roger McNamee; Moderation: Shalini Randeria; In englischer Sprache; In Kooperation mit der Vienna Contemporary

Datum: 27.09.2019, 19:00 - 21:00 Uhr

Ort: Globe Wien
Karl Farkas Gasse 19, 1030 Wien, Österreich

Url: https://www.viennacontemporary.at/en/humanitiesfestival/registration/

Unheil und Hoffnung
Vienna Humanities Festival 26.-29. September 2019
Gesamtes Programm und nähere Details

Rückfragen & Kontakt:

Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM)
Marion Gollner
T: +43 (0)1 313 58 207
E: gollner@iwm.at

Wien Museum
Konstanze Schäfer
T: +43 (01) 505 87 47 84072
M: +43 (0)664 545 78 00
E: konstanze.schaefer@wienmuseum.at

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