Geschafft: Faire, netto spürbare und finanzierbare Pensionsanpassung vor der Wahl beschlossen!

Kostelka: Pensionsanpassung bereits im ersten Pensionsjahr, keine Abschläge nach 45 Jahren

Wien (OTS) - Pensionistenverbands-Präsident Dr. Peter Kostelka und PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth ließen es sich nicht nehmen, der Parlamentsdebatte bzw. dem Beschluss zur Pensionsanpassung 2020 im Hohen Haus beizuwohnen. Ging doch die Initiative für den Pensionsgipfel und die 3,6%-Forderung vom Pensionistenverband aus. „Es war unser legitimes Anliegen, angesichts der bevorstehenden Neuwahlen darauf zu drängen, dafür zu sorgen, dass die Erhöhung der Pensionen zeitgerecht fixiert wird. Das ist gelungen“, so Pensionistenverbands-Präsident Kostelka.

Kostelka dankte den Abgeordneten für die Zustimmung zum beim Pensionsgipfel vereinbarten Anpassungsmodus. Kostelka: „Die Pensionserhöhung ist notwendig, netto spürbar, fair und finanzierbar.“

Kostelka weiter: „Wie richtig und wie wichtig auch die Höhe der Anpassung ist, zeigte sich vorgestern, als die Statistik-Austria bekanntgab, dass im Jahresvergleich die Preise für Wohnen, Wasser und Energie im Schnitt um 3,0 Prozent gestiegen sind. Netto! Wenn ich dann noch die Preissteigerungen, die die Pensionisten bei Einkäufen im Lebensmittelgeschäft spüren, dazu rechne, kann ich überhaupt nicht verstehen, dass es jemanden gibt, der diese Anpassung als ‚Wahlzuckerl‘ bezeichnet“, so der Pensionistenverbands-Präsident.

Die Pensionsanpassung 2020 im Detail inklusive Beispielen:

  • Pensionen bis zur Steuergrenze von 1.111 Euro Monatsbrutto erhalten eine Erhöhung um den doppelten Wert des gesetzlichen Anpassungswertes von 1,8 %, also von 3,6 %. Das gilt auch für die Ausgleichszulage und Opferrenten.
    Beispiel:
    Eine 1.000 Euro-Pension wäre nach dem Gesetz um 1,8 Prozent angehoben worden. Das sind brutto 18 Euro, netto 17. Übers Jahr gerechnet 240 Euro mehr.
    Dank des Pensionistenverbandes wird diese 1.000 Euro-Pension aber um 3,6 Prozent angehoben, also um 36 Euro brutto, 34 Euro netto. Das Doppelte! Übers Jahr gerechnet fast 480 Euro. Statt 240 Euro gibt’s 480 Euro netto drauf!
  • Von 1.112 Euro beginnend bis zu einer Pensionshöhe von 2.500 Euro erfolgt eine Absenkung (Einschleifung) der Anpassung von 3,6% bis auf 1,8 %.
    Beispiele:
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 1.200 Euro: Plus 3,5 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 1.300 Euro: Plus 3,3 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 1.500 Euro: Plus 3,0 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 1.750 Euro: Plus 2,7 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 2.000 Euro: Plus 2,45 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 2.250 Euro: Plus 2,1 %
    Anpassung für eine monatliche Bruttopension von 2.500 Euro: Plus 1,8 %
  • Bei Pensionen (bzw. Ruhegenüssen für Beamte) ab 2.501 Euro kommt der gesetzliche Anpassungsfaktor von 1,8% zum Tragen.

  • Pensionen ab 5.220 € erhalten einen einheitlichen Fixbetrag von 94 Euro brutto.

  • Außertourlich angehoben wird außerdem die Ausgleichszulage für Ehepaare. Sie wird 2020 von 1.398,97 € (Wert 2019) auf 1.472 € steigen. Damit wird sichergestellt, dass durch die Steuerpflicht keine Netto-Einkommenseinbußen entstehen.

Endlich wurde Wartefrist auf erste Anpassung abgeschafft

Besonders erfreut zeigt man sich im Pensionistenverband darüber, dass Neu-Pensionisten im ersten Jahr nach der Pensionierung bereits eine Anpassung bekommen. PVÖ-Generalsekretär Wohlmuth: „Es war durch nichts zu erklären, dass man bis zu 24 Monate auf seine erste Pensionsanpassung warten musste. Die Pension wurde damit von Anfang an unwiederbringlich und dauerhaft gekürzt. Die Argumente des Pensionistenverbandes wurden von einer Mehrheit der Abgeordneten erkannt, indem der SPÖ-Antrag angenommen wurde. Die Anpassung wird künftig bereits im ersten Jahr nach der Pensionierung gewährt! Alle, die heuer in Pension gegangen sind oder noch gehen, bekommen bereits 2020 eine Erhöhung.

Abschlagsfreie Pension nach 45 Jahren

Sehr begrüßt wird vom Pensionistenverband der ebenfalls von der SPÖ eingebrachte Antrag zur abschlagsfreien Pension nach 45 Jahren. Durch die ÖVP-FPÖ-Pensionsreformen 2003/2004 musste jemand, der 45 Jahre oder länger gearbeitet hat, Abschläge von bis zu 15,3 Prozent hinnehmen, wenn er die Pension vor dem 65 Lebensjahr angetreten hat. Ab 2020 kann man mit 45 Versicherungsjahren wieder abschlagsfrei mit 62 in Pension gehen. Wobei Frauen bis zu fünf Jahren Kindererziehungszeiten angerechnet werden und bei ihnen derzeit noch das Antrittsalter 60 gilt.(Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
Andreas Wohlmuth
Generalsekretär
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