„Coole Straßen“: 92% für Wiederholung nächsten Sommer

Spielende Kinder  statt parkenden Autos – das gefällt den Leuten im Grätzel und zeigt einmal mehr, dass sich die Menschen den öffentlichen Raum wieder zurückerobern.
Vizebürgermeisterin Birgit Hebein
In der Landstraße sind wir immer offen für neue Ideen. Wir haben über den Sommer beobachtet, was funktioniert hat und freuen uns jetzt, dass wir einen Teil der Kleistgasse gemeinsam mit der angrenzenden Schule und den AnrainerInnen umgestalten.
Bezirksvorsteher Erich Hohenberger
Mit den Ergebnissen der Evaluierung werden wir ein Konzept entwickeln, sodass nächsten Sommer jeder Bezirk eine Coole Straße Plus bekommt. Und zwar vor allem dort, wo es laut Hitzekarte am dringendsten benötigt wird.
Vizebürgermeisterin Birgit Hebein

Wien (OTS) - Mit drei „Coolen Straßen“ im 3., 10. und 16. Bezirk setzte Vizebürgermeisterin und Klimaschutzstadträtin Birgit Hebein eine sofort wirksame Abkühlungsmaßnahme im Hitzesommer. Nun liegen die Ergebnisse der klimatischen und sozialwissenschaftlichen Evaluierungen vor. 92% der befragten AnrainerInnen sind für eine Wiederholung der Aktion. Die klimatische Erhebung zeigt auch, dass die Sofortmaßnahme im Rekordsommer zu lokalen Abkühlung beitrug: Bis zu fünf Grad weniger konnten in den Coolen Straßen verzeichnet werden.

Coole Straßen gut für’s Mikroklima

Die Simulationen, die die ExpertInnen von „Green for Cities“ gemacht haben, zeigen: Die gefühlte und die tatsächliche Temperatur nimmt im Bereich der Coolen Straße ab. Zwischen 1,3 Grad in der Kleistgasse und fünf Grad in der Hasnerstraße weniger wurden verzeichnet. Das macht auch für die AnrainerInnen einen Unterschied: Mehr als die Hälfte der 518 Befragten gibt an, dass die Hitze für sie durch die Coolen Straßen erträglicher geworden ist.

AnrainerInnen für Wiederholung des Projekts

Die sozialwissenschaftliche Evaluierung von TBW Reasearch zeigt, wie die AnrainerInnen das Pilotprojekt annehmen. Befragt wurden 518 Anrainerinnen. Dabei bewerten 87% die „Coolen Straßen“ als positive Maßnahme gegen den Hitzesommer, 66 % geben an, dass die „Coole Straße“ ein guter Ausgleich zur warmen Wohnung sind und 92% wünschen sich eine Wiederholung der Aktion. Weniger Parkplätze waren für 92% kein Problem. Das freut auch Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: „Spielende Kinder statt parkenden Autos – das gefällt den Leuten im Grätzel und zeigt einmal mehr, dass sich die Menschen den öffentlichen Raum wieder zurückerobern.“ Der dritte Bezirk, in dem die Ergebnisse heute präsentiert wurden, hat in einem Teil der „Coolen Straße - Kleistgasse“ das Halte-, Park und Durchfahrtsverbot beibehalten und macht nun ein ganzjähriges Projekt daraus. Bezirksvorsteher Hohenberger: „In der Landstraße sind wir immer offen für neue Ideen. Wir haben über den Sommer beobachtet, was funktioniert hat und freuen uns jetzt, dass wir einen Teil der Kleistgasse gemeinsam mit der angrenzenden Schule und den AnrainerInnen umgestalten.“

23 Coole Straßen Plus

Wie bei der Regierungsklausur letzte Woche angekündigt, soll es nächstes Jahr 23 Coole Straßen Plus geben. Hebein: „Mit den Ergebnissen der Evaluierung werden wir ein Konzept entwickeln, sodass nächsten Sommer jeder Bezirk eine Coole Straße Plus bekommt. Und zwar vor allem dort, wo es laut Hitzekarte am dringendsten benötigt wird.“

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Theresa Vonach, MSc
Mediensprecherin
Büro der Vizebürgermeisterin Birgit Hebein
theresa.vonach@wien.gv.at
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