Digitalisierung braucht Gesundheitskompetenz

Konferenz der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) widmet sich dringenden Zukunftsfragen

Wien/St. Pölten (OTS) - „Die Fortschritte der Digitalisierung halten zunehmend auch Einzug in die höchstpersönlichen Lebensbereiche – etwa die eigene Gesundheit. Immer mehr Menschen – besonders die junge Generation der Digital Natives – nehmen ihre Gesundheit zunehmend selbst in die Hand und befragen ihr Smartphone. Der rasante technologische Fortschritt bietet zweifelsfrei große Chancen; gleichzeitig erzeugt der nahezu explodierende Informationszuwachs aber auch ein neues Level an Komplexität. Gesundheitskompetenz ist daher unerlässlich, um im Datendschungel die jeweils richtigen Informationen finden, beurteilen, verstehen und anwenden zu können. Sie muss daher als Kernkompetenz verstanden und gestärkt werden.“, erklärt Christina Dietscher, Vorsitzende der ÖPGK anlässlich der 5. Konferenz der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) in Kooperation mit der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK), dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) und dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) am 19. September 2019 in St. Pölten.

Vorteile des technologischen Fortschritts für Land und Leute nutzbar machen

„Wir in Niederösterreich sehen den digitalen Wandel als große Chance für alle Lebenswelten und wollen die Vorteile des technologischen Fortschritts für Land und Leute nutzbar machen. Das gilt im Besonderen auch für das Thema Gesundheit. Mit der Gesundheits-Hotline 1450, der Notruf-App oder der E-Medikation gibt es bereits Vorzeige-Beispiele, wie uns das erfolgreich gelingen kann. Unser gemeinsames Ziel muss es aber sein, die Gesundheitskompetenz im Land weiter zu stärken.“, unterstreicht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„In Niederösterreich erfolgt die Lebensrettung mit den fortschrittlichsten Technologien. Zum Beispiel die Notruf App alarmiert sofort die Rettung und sendet den Unfallort auf den Meter genau. Das ist nur ein Projekt von vielen, welches die Rettung von Leben aufgrund der Digitalisierung vereinfacht“, so Martin Eichtinger, Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender.

Vielfältige, digitale Maßnahmen der Sozialversicherung

„Von der Online-Plattform MeineSV bis zur Rauchfrei-App, vom Gesundheitscoach im Rehazentrum Peterhof bis zum Case Manager im Service-Center – Gesundheitskompetenz hat viele Gesichter. Darum arbeitet die NÖ Gebietskrankenkasse laufend an vielfältigen Maßnahmen im klassischen und im digitalen Bereich, um das Wissen und Urteilsvermögen rund um Gesundheitsinformation zu stärken und zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei Transparenz, Effizienz und die Beibehaltung der niederschwelligen Verfügbarkeit für alle Versicherten. Denn die Chance auf einen mündigen Umgang mit der eigenen Gesundheitssituation darf niemandem vorenthalten sein.“, so die stellvertretende Generaldirektorin der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, Petra Zuser, mit Verweis auf das umfassende Angebot der Sozialversicherung.

Oktober – Ein Monat für mehr Gesundheitskompetenz

Abschließend gibt Dietscher einen Ausblick auf den jährlich im Oktober stattfindenden „Health Literacy Month“ (kurz HLM). Dieser Aktionsmonat dient dazu, das Thema Gesundheitskompetenz verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken: „Gemeinsam mit unseren ÖPGK-Mitgliedern wollen wir in diesem Jahr dazu aufrufen, sich an der Initiative „3 Fragen für meine Gesundheit“ zu beteiligen.“ Die Initiative wird bereits vom NÖ Gesundheits- und Sozialfonds durch die Herausgabe von Informationsmaterialien unterstützt und soll dazu beitragen, auf schnelle und effektive Weise die Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Gesundheitsfachkräften zu verbessern. Für die Initiative stellt die ÖPGK aufbereitete Materialien zur Verfügung. Diese können kostenlos über die Webseite http://oepgk.at abgerufen und sofort eingesetzt werden.

Über die ÖPGK

„Für den Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) als Kompetenzzentrum, Förderstelle und Drehscheibe der Gesundheitsförderung in Österreich ist die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung ein wichtiges Thema. Die Koordinationsstelle der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) ist im FGÖ angesiedelt und richtet sich als Servicestelle, Drehscheibe und Wissenszentrum an Expertinnen und Experten, die Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung planen oder durchführen.“, erklärt Dr. Klaus Ropin, Leiter des FGÖ.

Bund, Länder und Sozialversicherung setzen sich in der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus anderen Politikbereichen und aus der Praxis für mehr Gesundheitskompetenz in Österreich ein. Die Initiative zur ÖPGK entstand 2013 im Zuge der Gesundheitsziele und der Gesundheitsreform. Die Einrichtung der ÖPGK wurde Ende 2014 von der Bundesgesundheitskommission (BGK) beschlossen. Seit Herbst 2015 ist die ÖPGK operativ tätig. Weitere Informationen: https://oepgk.at/

Fotos sind in Kürze unter https://oepgk.at/ abrufbar

Rückfragen & Kontakt:

Fonds Gesundes Österreich – ein Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH
Koordinationsstelle Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz
Jennifer Sommer, Programmmanagement
Tel.: +43 1 895 04 00-750
Mobil: +43 676 848 191 550
E-Mail: jennifer.sommer@goeg.at
Webseite: http://oepgk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FOG0001