Team Kärnten/Köfer ortet „hausgemachtes und parteipolitisch verschuldetes Chaos“ in der Bildungsdirektion

Klagenfurt (OTS) - Von hausgemachten Problemen im Bereich der Bildungsdirektion spricht heute Gerhard Köfer: „Wir vom Team Kärnten haben die Bildungsreform, die die Einrichtung dieser Direktionen zur Folge hatte, immer abgelehnt. Aus unserer Sicht war klar, dass bei dieser Stelle als gemischtes Bund-Länder-Organ, Interessenskonflikte und weitere Doppelgleisigkeiten vorprogrammiert sind. Das zeigt sich schon bei der Position des Bildungsdirektors: Dieser ist in Angelegenheiten der Bundesvollziehung dem zuständigen Minister weisungsgebunden und in Angelegenheiten der Landesvollziehung, der Landesregierung bzw. dem zuständigen Regierungsmitglied, in Kärnten LH Kaiser. Der Bildungsdirektor ist also „Diener zweier Herren“ und in seiner Funktion „zwittrig“ unterwegs. Hier besteht erhebliches Konfliktpotential.“ Die Bildungsdirektionen sorgen laut Köfer dafür, dass der politische Einfluss sowie die Machtpositionen von Politikern weiter ausgebaut werden.

Köfer sieht es als wesentliches Problem, dass sich der gesamte Bildungsbereich weiter am Gängelband der Parteipolitik befinde: „Parteipolitische Konflikte werden so auf Ebene der Bildungsdirektion und damit auch auf dem Rücken der Schüler ausgetragen. Die Interessen der Kinder sind in der Bildungsdebatte seit vielen Jahren von höchst untergeordneter Bedeutung, im Mittelpunkt stehen billige Partei- und Gewerkschaftsinteressen. Die Parteipolitik muss endlich raus aus der Bildung. Das Bildungs- und Schulsystem ist parteipolitisch verseucht.“ Laut Köfer werfen die aktuellen Bildungsdiskussionen auch auf den zuständigen Bildungsreferenten LH Kaiser ein ganz schlechtes Licht: „Der Dauerwahlkämpfer Kaiser hat scheinbar keine Zeit für diesen wichtigen Referatsbereich.“

Die derzeit von unterschiedlichen Stellen geäußerte heftige Kritik am Kärntner Bildungsdirektor wertet Köfer als Beweis dafür, dass seine damalige Forderung Rudi Altersberger, der seine Funktion als amtsführender Präsident des Landesschulrates bzw. dann als Projektleiter Bildungsdirektion stets unabhängig und nicht parteipolitisch ausgeführt hat, mit dieser Funktion zu betrauen und damit kein Experiment einzugehen, vollkommen richtig war: „Das Bildungssystem hätte aufgrund der Themen- und Aufgabenstellungen Kontinuität und Verlässlichkeit gebraucht. Kaiser wollte diese Warnungen nicht hören und hat lieber auf ein Experiment gesetzt, das jetzt massiv zu scheitern droht.“

Abschließend fordert Köfer öffentliche Aufklärung über das Löschen von wichtigen Datensätzen im Bereich der Bildungsdirektion: „Wie kann so etwas in einer wichtigen öffentlichen Stelle passieren? Datensicherheit und Backup-Systeme sollten dort eine Selbstverständlichkeit sein.“ Zudem will Köfer wissen, was das externe Beratungsunternehmen genau tun soll und welche Kosten hier entstehen werden.

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