Neuer Intensivverbund verbessert die Versorgung Schwerstkranker im Innviertel

Ried (OTS) - Der neue Intensivverbund am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe, konnte im August 2019 bezogen werden. Patientinnen und Patienten profitieren von der gebündelten Expertise aus drei Fachbereichen.

„Unser Schwerpunktspital läutet mit der Eröffnung des Intensivverbundes eine neue Ära in der Versorgung lebensbedrohlich erkrankter Patientinnen und Patienten ein“, freut sich Geschäftsführer Mag. Oliver Rendel. „Ende 2017 bekamen wir die Zusage für die Errichtung der anästhesiologischen und der inneren Intensiveinheit von den zuständigen Stellen des Landes Oberösterreich“, so Rendel weiter.

Der erste Teil des Intensivverbundes, die Stroke Unit, konnte schon früher von vier auf sechs Betten erweitert werden und ging im Sommer 2017 in Betrieb. Dank der Unterstützung von LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander war es möglich, dass die Finanzmittel, die das Krankenhaus bei der Umsetzung vorangegangener Projekte nicht vollständig verbraucht hatte, für den Bau des Intensivverbundes verwendet werden durften.

Die anästhesiologische Intensiveinheit mit 7 Betten, die innere Intensiveinheit ebenfalls mit 7 Betten und die Stroke-Unit mit 6 Betten befinden sich jetzt in unmittelbar räumlichem Verbund. Das ermöglicht eine optimale und über alle drei Bereiche nahtlos abgestimmte Patientenbehandlung. „Der Intensivverbund gibt uns die Möglichkeit, unseren Auftrag, Schwerpunktkrankenhaus im Innviertel - also führendes Spital in der Region - zu sein, noch besser wahrzunehmen“, führt Rendel weiter aus.

„Unsere Versorgungslandschaft muss sich im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen ständig weiterentwickeln. Technische Innovationen können helfen, die Versorgung effektiver und effizienter zu machen. Das gilt aber mindestens genauso für Innovationen in den Prozessen und Behandlungsabläufen“, unterstreicht Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander. „Der neue Intensivverbund hier in Ried ist so eine Innovation mit Vorbildwirkung. Der wichtige interdisziplinäre Austausch wird durch kurze Wege erleichtert, von den optimierten Prozessen profitieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Patientinnen und Patienten. Eine besondere Rolle spielen dabei auch die besondere Atmosphäre und die Ruhe, da Lärm als ein wesentlicher Stressfaktor minimiert werden konnte. Alle diese Faktoren gemeinsam steigern die Versorgungsqualität für die Menschen in der Region“, so Haberlander weiter.

Warum hat man sich zum Intensivverbund zusammengeschlossen?

„Unser Intensivverbund ist ein Novum in der österreichischen Spitalslandschaft“, fasst Prim. Prof. Dr. Andreas Kampfl zusammen. „Der Grund dafür, dass sich unsere drei Abteilungen dazu entschlossen haben, fächerübergreifend so eng zusammenzuarbeiten, liegt in den komplexen Krankheitsbildern der Patientinnen und Patienten, die wir behandeln“, erklärt er weiter. Lebensbedrohlich erkrankte Menschen haben oft mehr als eine Krankheit und benötigen deshalb die Expertise verschiedener medizinischer Fächer.

Im Intensivverbund steht der Patient im Mittelpunkt, der die benötigte Expertise der drei Versorgungseinheiten Anästhesie, Innere Intensiv und Stroke Unit bekommt. Ein Schlaganfallpatient, der gleichzeitig an einer Herzschwäche leidet und beatmet werden muss, braucht das Fachwissen aller drei Einheiten.

Mit der Verbundlösung verfolgt man das Ziel, sowohl die Häufigkeit von Folgeerkrankungen, als auch die Sterblichkeit und die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation zu verringern.

Im Hinblick auf die Ausbildung von Fachärztinnen und Fachärzten bringt die enge Zusammenarbeit der medizinischen Disziplinen eine Qualitätssteigerung, was auch die Attraktivität des Krankenhauses als Arbeitgeber erhöht.

Die Baumaßnahmen

Räumlich und gebäudetechnisch gab es gute Gründe für eine neue Einheit: Die frühere anästhesiologische Intensiveinheit hatte ein Alter erreicht, in dem eine Generalsanierung unumgänglich geworden wäre. Die Bettenzahl der kardiologischen Intensiveinheit wurde von 6 auf 7 Betten erhöht und die Stroke Unit musste wegen des hohen Patientenaufkommens schon früher von vier auf sechs Betten erweitert werden und ging im Sommer 2017 in Betrieb.

Die Patientinnen und Patienten sollten eine ruhige und heilsame Umgebung bekommen, die die Wahrung der Intimsphäre ermöglichte. Und die Mitarbeitenden in Medizin und Pflege sollten eine angenehme Arbeitsumgebung mit modernen Strukturen und Ressourcen vorfinden, damit das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried jetzt und in Zukunft genügend hoch qualifiziertes Fachpersonal zur Betreuung der Patienten hat.

Nach der Genehmigung des Bauvorhabens Intensivverbund Ende 2017 wurde sofort mit der Feinplanung des Projektes begonnen. In intensiven Gesprächen mit den Nutzern wurde der Intensivverbund geplant. Mitte Juli 2018 wurde mit den sichtbaren Bauarbeiten begonnen, Mitte August 2019 war der Intensivverbund fertiggestellt.

In bauliche, gebäudetechnische und medizintechnische Anlagen wurden 6,3 Mio. Euro investiert. Nun steht eine optimale Fläche mit modernster Gebäude- und Medizintechnik zur Verfügung.

Wie wurde der Intensivverbund organisiert?

„Wir haben in unserer Arbeitsgruppe, die aus den Führungskräften der Pflege und Medizin unter Moderation unseres Qualitätsmanagers bestand, die Organisation im Sinne eines gemeinsamen Verbundes neu aufgestellt“, erklärt Prim. Dr. Thomas Winter, Leiter der Abteilung für Innere Medizin II (Kardiologie). Stroke Unit, anästhesiologische Intensivmedizin und internistische Intensivmedizin liegen nun auf einer Ebene und sind eng vernetzt.

Durch die gelungene Verbundlösung kann das gesamte Spektrum der modernen Intensivmedizin in optimaler Organisation angeboten werden. „Mich freut besonders, dass dadurch auch der kollegiale Austausch und die Ausbildung der jungen Ärztinnen und Ärzte wesentlich verbessert werden“, so Winter.

Wie ist das Leben und Arbeiten im Intensivverbund?

„Wenn ich jetzt in den Intensivverbund gehe, nehme ich eine beeindruckende neue Atmosphäre wahr. Die Ruhe und das Farbkonzept, sowie das ausreichende Platzangebot wirken sich positiv auf unsere Patienten und ihre Angehörigen aus“, beschreibt Prim. Dr. Peter Hohenauer, Leiter der Anästhesie Intensiv, seinen ersten Erfahrungen. Der oft belastende Lärm auf Intensivstationen konnte durch die Raumgestaltung auf ein Minimum reduziert werden. Das hat einen positiven Einfluss auf die Genesung der Patientinnen und Patienten.

„Die Prozesse, die wir geplant haben, funktionieren sehr gut. Nach knapp einem Monat im Intensivverbund sind unsere ärztlichen und pflegerischen Teams schon gut zusammengewachsen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es uns, den intensivmedizinisch betreuten Patienten eine bestmögliche Versorgung zu bieten“, erläutert Hohenauer. „Die Angehörigen können von uns individueller betreut werden und die Zeit mit dem Patienten bzw. der Patientin ungestört verbringen.“

„Mein Dank geht im Namen der Mediziner, Pflegekräfte und Therapeuten an Frau LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander. In unserem Intensivverbund können wir den lebensbedrohlich Erkrankten jetzt eine neue Qualität der Versorgung bieten.“

Zahlen, Daten, Fakten und Bildmaterial abrufbar unter http://www.vinzenzgruppe.at/news-presse/presseaussendungen/

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