BBT: Bischof Glettler feierte erstmals die Heilige Messe beim Tag des offenen Tunnels

Rund 4000 Besucher blickten hinter die Kulissen von Europas größter Tunnelbaustelle

Innsbruck (OTS) - Einmal jährlich öffnet der Brenner Basistunnel seine Baustellen für die Öffentlichkeit in Österreich und Italien. Die Brenner Basistunnelgesellschaft BBT SE und die ARGE Tulfes-Pfons (Strabag/Salini-Impregilo) veranstalteten den Tunneltag auf Nordtiroler Seite im Projektgebiet von Innsbruck. Rund 4000 Besucher, von Jung bis Alt, folgten der Einladung.

Erstmals zelebrierte Tirols Bischof Hermann Glettler die Heilige Messe im Verbindungstunnel des BBT: "Ich bin beeindruckt von der Dimension des Bauwerks. Dieser Tunnel wird die Menschen im Norden und Süden miteinander verbinden."

Rund 109 Kilometer Tunnel des Tunnelsystems sind bereits ausgebrochen. Das entspricht der Hälfte von den insgesamt 230 auszubrechenden Tunnelkilometern. Unterirdisch eröffneten sich den Besuchern die Welt der Tunnelbauarbeiten, vom Ausbruch bis zur fertigen Innenschale.

„Von Tulfes bis Steinach besteht jetzt mit 30 Kilometern eine durchgehende Tunnelverbindung“, erklärt Prof. Bergmeister sichtlich stolz. "Seit 15 Jahren gibt es die Brenner Basistunnelgesellschaft BBT SE, in 10 Jahren werden hier die ersten Züge auf diesem europäischen Korridor die Alpen durchqueren." Mit dem Fertigstellen der Haupttunnelröhren, der Planung und dem darauf folgenden Einbau der Bahntechnik, beginne nun die 2. Bauphase des Jahrhundertprojekts.

Der Brenner Basistunnel nimmt auf dem gesamten Scan-Med-Korridor eine Schlüsselstelle ein. Auf einer Länge von 9000 Kilometern leben mehr als 200 Millionen Menschen und damit fast 40 Prozent der EU Bevölkerung.

Bei einer von Experten geführten Bus-Rundfahrt durch das Tunnelsystem konnte man bereits viele wissenswerte Details über den Brenner Basistunnel erfahren. Mit der Einfahrt über den Zufahrtstunnel Ahrental führte die Fahrt mehrere Kilometer durch die Haupttunnelröhre Ost bis zum eigentlichen Veranstaltungsbereich.

Bei den zahlreichen Infoständen gaben Ingenieure interessante Einblicke in die Bauarbeiten, die Geologie, die Projektierung und die Umweltmaßnahmen des BBT. Baumaschinen, die „Giganten der Baustelle“ sorgten bei kleinen Besuchern und Erwachsenen für Begeisterung. Drei Tunnelkinos zeigten Filme und Animationen über die derzeit laufenden Arbeiten zwischen Tulfes und Franzensfeste.

Die Vorarbeiten für die Errichtung des Tunnels begannen 2006; Inbetriebnahme geplant für 2028

  • Für die Fahrgäste bedeutet der BBT, dass diese in Zukunft die Strecke von Innsbruck nach Franzensfeste in nur 25 Minuten zurücklegen werden. Heute braucht man dafür 80 Minuten
  • Vorteile Güterverkehr: Die 1867 fertiggestellte Brennerbahnstrecke ist recht kurvenreich und mit einer Längsneigung von 27‰ sehr steil. Der Brenner Basistunnel, welcher als Flachbahn konzipiert ist, führt mit einer Längsneigung von nur 4‰ bzw. 6,7‰ durch das Alpenmassiv. Dadurch können mit dem gleichen Energieaufwand mehr, längere und schwerere Güterzüge schneller die Alpen queren
  • Länge: Portal Tulfes bis Portal Franzensfeste: 64 km; von Portal Innsbruck bis Portal Franzensfeste: 55 km
  • 230 km Länge gesamtes Tunnelsystem mit Haupttunneln, Erkundungsstollen, Zufahrts- und Logistiktunneln
  • 64 km Mit Umfahrung IBK längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt
  • 61 m Weltrekord - maschineller Vortrieb mit einer Gripper-Tunnelbohrmaschine innerhalb von 24 Stunden (Mai 2017)
  • 17 Mio. m³ Ausbruchsmaterial
  • 200 Jahre Technische Lebensdauer des Brenner Basistunnels
  • MSV Weltweit erste, vollautonome Fahrt mit einem Versorgungszug (Multiservice Vehicle) zu einer Tunnelbohrmaschine am 3.12.2018

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