ÖSTERREICH: ÖVP plant Steuerentlastung von bis zu 1.500 Euro

Zwei Tarifsenkungen 2021 und 2022 – Bund soll aber weiter Überschüsse schreiben

Wien (OTS) - Die ÖVP prescht im Wahlkampf mit einem Steuersenkungsplan vor, bis 2022 sollen demnach alle Einkommen um bis zu 1.500 Euro pro Jahr entlastet werden, berichtet ÖSTERREICH (Montagsausgabe). ÖVP-Chef Sebastian Kurz: „Wir wollen vor allem für jene da sein, die täglich arbeiten. Diese Menschen gehören spürbar entlastet. Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein.“
Wie informierte Kreise bestätigten, soll nach der Senkung der Sozialversicherungsabgaben unter anderem auch die Lohn- und Einkommensteuer sinken. Hier die Details:
2021 sollen eben die Sozialversicherungsbeiträge (für Einkommen bis 2.200 Euro) abgesenkt werden – das wird am 25. September im Nationalrat beschlossen. Darauf baut der ÖVP-Plan auf: Im selben Jahr würde auch die unterste Lohnsteuertarifstufe von 25 auf 20 % gesenkt werden.
2022 sollen dann die beiden nächsthöheren Tarifstufen folgen – und zwar von 35 auf 30 % und von 42 auf 40 %.
Im Endausbau (Tarif und Sozialversicherungsbeiträge) bedeutet das eine Entlastung von bis zu 1.500 Euro im Jahr. ÖSTERREICH wurde eine Steuertabelle übermittelt: Bei 2.500 Euro brutto im Monat gäbe es bei Arbeitnehmern zum Beispiel einen jährlichen Bonus von 722 Euro, bei Pensionisten 873.
Türkis-Blau hatte für die Tarifsenkung rund 4 Mrd. Euro angenommen. Laut ÖVP will man den Budgetüberschuss aber durch „strengen Budgetvollzug, Einsparungen bei Verwaltung und Förderungen“ sowie durch die neue Digitalsteuer beibehalten.
Zudem plant die ÖVP eine steuerfreie Beteiligung am Gewinn, die neu eingeführt werden soll. Zwar gebe es bereits die Möglichkeit, Mitarbeiter mit Unternehmensanteilen am Unternehmen zu beteiligen. Das kann in der Praxis aber nur von großen Unternehmen in Anspruch genommen werden. Mit der neuen Gewinnbeteiligung sollen jetzt auch kleine und mittlere Unternehmen leicht von dieser Form der Steuererleichterung profitieren.
Und: Auch die Überstunden sollen steuerlich entlastet werden: Hier soll die Anzahl der begünstigten Stunden erhöht werden, "damit jenen, die mehr in ihrem Unternehmen leisten, auch mehr davon übrigbleibt".

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