Hacker ad ÖVP-Pflegevorschlag: "Wieder einmal knistert die Verpackung und die Menschen kommen zu kurz"

Vier Euro pro Tag zu wenig - SPÖ-Sozialstadtrat: Betroffene haben sich mehr Ernsthaftigkeit verdient

Wien (OTS) - Ablehnend reagiert der Wiener Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker auf den ÖVP-Vorschlag, einen Bonus für die Pflege daheim einzuführen. "1.500€ zusätzlich klingt auf den ersten Blick attraktiv. Bei genauerer Betrachtung aber zeigt sich: das sind nicht einmal vier Euro pro Tag", so Hacker: „Meint die ÖVP allen Ernstes, dass wir die Pflege und Betreuung mit vier Euro pro Tag abspeisen können? Das ist wieder einmal ein sozialpolitischer Vorschlag der Volkspartei, wo die Verpackung knistert und die Menschen zu kurz kommen."

Österreich brauche keine substanzlosen Vorschläge, sondern eine redliche Weiterentwicklung der Pflege, bei der alle 250.000 Menschen, die von den Profis in der Pflege betreut werden, nicht vergessen werden, meint Hacker. "Zurecht verlangen die 80.000 ausgebildeten Pflege- und Betreuungskräfte in ganz Österreich, dass wir endlich eine Sicherheit für die Pflegefinanzierung bekommen, die auf die tatsächlichen Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Wir müssen die Treffsicherheit erhöhen und nicht mit der Gießkanne ein paar Euro an die pflegenden Angehörigen verteilen, die sich jeden Tag um ihre Angehörigen kümmern. Die Betroffenen haben sich mehr Ernsthaftigkeit verdient“, so der Wiener Sozialstadtrat.

Das SPÖ-Konzept mit seiner Garantie für die Finanzierung und Arbeitsplätze, einer Initiative für mehr mobile und teilstationäre Dienste im ganzen Land und einer Garantie für die Betreuungsqualität für die 460.000 Pflegegeldbezieher sei viel brauchbarer als der ÖVP-Vorschlag: "Die ÖVP-Finanzminister der letzten 20 Jahre haben jede sinnvolle Weiterentwicklung der Pflegefinanzierung blockiert", so Hacker, "der heutige Vorschlag ist nichts anderes als ein Rückschlag für die qualifizierte Pflege. Wir brauchen endlich eine Garantie für eine umsichtige solidarische Pflegepolitik, in der die Menschen sicher sein können, dass sie die Pflege und Betreuung bekommen, die sie auch tatsächlich benötigen."

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