Grüne Wien/Berner: „Religionsunterricht aufteilen in Ethik und Religion“

Berner schlägt vor, von 2 Stunden Religion eine Stunde „Ethik-Unterricht für alle“ einzuführen

Wien (OTS) - Bis morgen können Eltern ihre Kinder vom Religionsunterricht in der Schule abmelden. Wenn weniger als 10 Kinder in einer Klasse den Religionsunterricht besuchen, wird er von 2 Stunden auf 1 Stunde im Wochenplan gekürzt. „Es wäre sinnvoll, diese 2. gekürzte Stunde als „Ethik-Unterricht für alle“ fix im Lehrplan zu verankern“, so die Jugendsprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner. In der Ethik-Stunde können alle Kinder gemeinsam Humanismus auf Basis der Menschenrechte lernen. „Fragen wie: Was ist Liebe, Freundschaft oder Tod beschäftigen alle Konfessionen. In einer gemeinsamen Ethik-Stunde können sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden - damit werden Brücken gebaut und die Basis für ein gutes Zusammenleben schon früh gelegt“, so Berner. Die spezifischen Details der einzelnen Konfessionen können weiter in den klassischen Religionsstunden vermittelt werden.

Mittlerweile sind in der Bundeshauptstadt Wien nur noch vier von zehn SchülerInnen katholisch (39 Prozent bzw. rund 73.000 Schüler), 2006/07 waren es noch 54 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil an SchülerInnen ohne religiöses Bekenntnis österreichweit von 12 auf 17 Prozent angewachsen. Interessantes Detail zu dieser Gruppe: Etwas mehr als ein Viertel melden bzw. meldeten sich trotzdem für den katholischen Religionsunterricht an, oft weil sich die Eltern eine humanistische/ethische Grundausbildung für ihre Kinder wünschen.

„Eine Stunde Ethik-Unterricht wäre eine sinnvolle zukunftsorientierte Bildung, von der alle Schülerinnen und Schüler in Wien profitieren könnten“, betont Berner abschließend.

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