Korosec: Es braucht mehr Unterstützung für Arbeitslose 50plus!

Die Generation 50 plus bleibt trotz sich entspannender Situation am Arbeitsmarkt weiterhin auf der Strecke.

Die Situation für ältere Arbeitssuchende verschärft sich zusehends. Weiterhin sind knapp 100.000 Menschen über 50 arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Älteren wächst weiter und das trotz eines Anstiegs an offenen Stellen. Im Gegenteil: Ältere Arbeitnehmer werden von ihren Arbeitgebern zunehmend in Altersteilzeit oder Pension gedrängt. Eine Entspannung des Arbeitsklimas für die Generation 50plus ist weiterhin nicht in Sicht
Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes

Wien (OTS) - Für Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec sind die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten einmal mehr ein Grund zur Sorge. Denn erneut ist die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren gestiegen, obwohl die Gesamtarbeitslosigkeit um 4,1 Prozent zurückgegangen ist. „Seit Februar 2017 entspannt sich die Situation am Arbeitsmarkt. Wer aber wieder nichts davon spürt, ist die Generation 50plus. Ältere Menschen bleiben trotz Aufschwung auf der Strecke“, betont sie. Im August 2019 waren immer noch 1,5 Prozent mehr ältere Menschen arbeitslos als im Jahr davor. Das ist ein Zuwachs von 1.368 Personen, insgesamt sind 94.500 Ältere arbeitslos. Das sind 29 Prozent der Gesamtarbeitslosen. „Die Situation für ältere Arbeitssuchende verschärft sich zusehends. Weiterhin sind knapp 100.000 Menschen über 50 arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Älteren wächst weiter und das trotz eines Anstiegs an offenen Stellen. Im Gegenteil: Ältere Arbeitnehmer werden von ihren Arbeitgebern zunehmend in Altersteilzeit oder Pension gedrängt. Eine Entspannung des Arbeitsklimas für die Generation 50plus ist weiterhin nicht in Sicht“, urteilt sie.

Der überdurchschnittliche Anstieg der älteren Schulungsteilnehmer um 5,7 Prozent ist für Ingrid Korosec ein Indiz der gestiegenen Anstrengungen des AMS, die Generation 50plus verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Hier ist aber noch viel Luft nach oben. Schulungen allein reichen nicht aus, um ältere Arbeitssuchende wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Seniorenbund-Präsidentin. Erfreulich hingegen ist für Ingrid Korosec der verhältnismäßig starke Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit insgesamt 9,4 Prozent liegt Österreich in diesem Bereich auch weit unter dem EU-Durchschnitt von 14,3 Prozent. Auch die Gesamtarbeitslosigkeit von 4,4 Prozent liegt unter dem EU-Mittel von 6,3 Prozent.

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