ÖVP-Mandl: Sechs Westbalkanstaaten müssen Reformen durchführen und einander unterstützen

"Erstmalige Einladung des kosovarischen Außenministers zu EU-Treffen ist Schritt in Richtung Normalisierung"

Brüssel (OTS) - "Alle sechs Staaten des Westbalkan sind europäische Staaten und haben eine klare Perspektive auf einen Beitritt zur Europäischen Union. Es liegt jetzt einerseits an den Staaten selbst, konsequent Reformen durchzuführen und einander gegenseitig zu unterstützen, statt alte Konflikte zu schüren. Denn das hilft niemandem. Andererseits muss die EU Zusagen erfüllen, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind", sagt Lukas Mandl, außenpolitischer Sprecher der ÖVP im Europaparlament, anlässlich des heutigen Treffens der EU-Außenminister mit ihren Kollegen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien.

"Dabei gibt es aus EU-Sicht vor allem drei Bereiche, wo Versprechen gehalten werden müssen: Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und vor allem Nordmazedonien sind trotz grünem Licht von der EU-Kommission schon mehrfach verschoben worden. Und über die Visaliberalisierung für den Kosovo steht eine Entscheidung an. Das Europäische Parlament ist mit klarer Mehrheit dafür", sagt Mandl.

"Stabilität am Westbalkan ist im ureigensten Interesse Österreichs und der EU. Diese ist nicht vollständig, bis nicht alle Staaten Südosteuropas Mitglieder sind. Kein Land darf zurückgelassen werden. Es ist seitens der EU auch ein Schritt in Richtung Normalisierung, dass erstmals der kosovarische Außenminister zu dem großen EU-Treffen eingeladen wurde", sagt Mandl, der auch Mitglied der Kosovo-Delegation des Europaparlaments ist.

"Wenn wir es nicht schaffen, den Westbalkan in Europa einzubinden, dann laufen wir Gefahr, dass andere Einflüsse - etwa aus Russland, China oder dem arabischen Raum - in unserer unmittelbaren Nachbarschaft an Einfluss gewinnen", sagt Mandl. „Daher ist eine wertschätzende Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den sechs Staaten in Südosteuropa notwendig, in der beide Seiten ihre Aufgaben erfüllen. Denn heute sind die Westbalkanstaaten auf ihrem Weg in die EU unterschiedlich weit, aber es ist noch keines am Ziel angekommen."

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