Grüne Wirtschaft: Mahrer klammert wichtiges Anliegen der Wirtschaft in Wahlkampfzeiten aus

WKO-Chef ignoriert Beschluss des Wirtschaftsparlaments zum Zugang von Asylwerber*innen zur Lehre als Antwort auf den Fachkräftemangel

Aktuell haben wir eine Lücke von rund 162.000 Fachkräften in Österreich. Trotzdem hat Mahrer die Bedürfnisse der Wirtschaft aus Rücksicht auf den populistischen Kurs von Ex-Kanzler Kurz hintangestellt. Offenbar will er weiterhin der Lobbyist der ÖVP bleiben.
Sabine Jungwirth, Grüne Wirtschaft

Wien (OTS) - Die Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth, kritisiert anlässlich der heute präsentierten Forderungen der Wirtschaft an die künftige Bundesregierung, dass WKO-Chef Harald Mahrer ein drängendes Thema komplett umschifft hat. „Die Wirtschaft wünscht sich als Antwort auf den Fachkräftemangel schon lange eine Neuauflage des Zugangs für Asylwerber*innen zur Lehre in Mangelberufen. Offenbar klammert Kurz-Freund Mahrer das Thema in Wahlkampfzeiten komplett aus und ignoriert Beschlüsse im Wirtschaftsparlament.“

Und weiter: „Mahrer hat Ende des Vorjahres auch dem Drängen der Unternehmer*innen des ÖVP-Wirtschaftsbunds endlich nachgegeben und unseren Antrag im Wirtschaftsparlament unterstützt. Dieser fordert einen rechtskonformen Zugang von Asylwerber*innen zur Lehre und einen Abschluss für bereits in Lehre befindliche Asylwerber*innen. Aber in Wahlkampfzeiten gelten Mahrers Zusagen an die Wirtschaft offenbar nicht mehr.“

Jungwirth ortet beim WKO-Chef einen bedenklichen Interessenskonflikt zwischen Parteifreundschaft und Wirtschaftsvertretung. „Aktuell haben wir eine Lücke von rund 162.000 Fachkräften in Österreich. Trotzdem hat Mahrer die Bedürfnisse der Wirtschaft aus Rücksicht auf den populistischen Kurs von Ex-Kanzler Kurz hintangestellt. Offenbar will er weiterhin der Lobbyist der ÖVP bleiben.“ Der WKO-Chef müsse sich endlich entscheiden, wen er eigentlich vertritt, so Jungwirth abschließend.

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