ÖGJ-Hofer: „Ausbildung und neue Fachkräfte statt Abschiebung!“

Faire Chance für AsylwerberInnen - volle Arbeitserlaubnis nach absolvierter Lehre

Wien (OTS) - „Ankündigungen sind zu wenig, wir fordern eine rechtsverbindliche Lösung noch vor der Nationalratswahl!“, stellen heute VertreterInnen aus Wirtschaft und Politik klar, dass endlich gehandelt werden muss, wenn es um AsylwerberInnen und Lehre geht. Eine Forderung, der sich Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) anschließt: „Jugendliche AsylwerberInnen, die in Österreich eine Lehre absolvieren, werden schon viel zu lange als Spielball der Politik missbraucht. Daran ändert aber auch der aktuelle Vorschlag, den Asylbescheid erst nach Ende der Lehrausbildung auszustellen, nichts. Das verlängert für die Betroffenen ja nur die Zeit ihrer Ungewissheit. Ein Lehrling im ersten Lehrjahr soll jetzt jahrelang auf die Entscheidung warten, ob er in Österreich bleiben darf?“

Ein Großteil der derzeit rund 900 Betroffenen hat ja Lehrstellen angenommen, für die das AMS keine österreichischen Jugendlichen gefunden hat, erinnert Hofer. Viele Betriebe wollen ihre MitarbeiterInnen auch nach erfolgreich absolvierter Ausbildung weiter beschäftigen. Es sei einfach zu wenig, kurz vor einer Wahl eine Kompromiss-Lösung anzubieten, fordert die ÖGJ eine faire Chance für die Betroffenen: „AsylwerberInnen sollen die Lehre in einem Mangelberuf nicht nur abschließen dürfen - mit der Absolvierung sollen sie auch die volle Arbeitserlaubnis bekommen. Das wäre eine Win-Win-Lösung, von der alle Betroffenen profitieren würden. Ausbildung und neue Fachkräfte statt Abschiebung!“

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