trend exklusiv: Casinos-Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner spricht erstmals über umstrittene Sidlo-Bestellung

Glatz-Kremsner: „Wir sind das Opfer.“

Wien (OTS) - In der Causa der umstrittenen Bestellung des FPÖ-Mannes Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria und möglichen Lizenz-Absprachen im Hintergrund, meldet sich in einem kommenden Freitag erscheinenden trend-Interview erstmals Casinos-Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner zu Wort.

Glatz-Kremsner: “Ich kann nur sagen, dass ich mit Peter Sidlo gut zusammenarbeite. Aber es ist nicht meine Aufgabe, die Qualifikation eines Vorstandskollegen zu beurteilen. Das ist Sache des Aufsichtsrats.“ Am 5. September findet eine Sitzung des Präsidiums des Aufsichtsrates statt, da „kann auch über dieses Thema gesprochen werden. Aber ich teile die Ansicht des Aufsichtsratspräsidenten, dass wir in einem Rechtsstaat leben, in dem die Unschuldsvermutung gilt“ (Glatz-Kremsner).

Von Absprachen über neue Glücksspiel-Lizenzen im Vorfeld der Bestellung von Peter Sidlo wisse sie nichts. Hätte es solche gegeben, „wären die Casinos Austria Opfer gewesen“. Glatz-Kremsner im O-Ton:
„Sollte es solche Absprachen tatsächlich gegeben haben, wären die Casinos Austria Opfer gewesen. Alles – etwa eine zweite Online-Lizenz – wäre zu unseren Lasten gegangen.“

Die neue Generaldirektorin hätte sich einen besseren Start gewünscht:
„Natürlich könnte ich mir Angenehmeres vorstellen. Es belastet mich auch, wenn ich in Zeitungen lesen muss, dass ich meinen Job deshalb bekommen habe, weil ich kurze Zeit Stellvertreterin von Sebastian Kurz war und das, obwohl ich seit 30 Jahren erfolgreich im Unternehmen bin. Das finde ich nicht fair.“

Sie sei nun damit beschäftigt, Reputationsschaden vom Unternehmen abzuwenden, so Glatz-Kremsner. Bislang gelinge das gut: Das Konzernhalbjahresergebnis sei besser als jenes des Vorjahres und über Budget, die Casinos lieferten bessere Umsätze und das Ergebnis des International-Geschäfts wäre das beste seit zehn Jahren. Ein Sparprogramm sei ebenfalls schon auf dem Weg, so Glatz-Kremsner: „Wir haben im Einvernehmen mit dem Betriebsrat 100 Mitarbeiter abgebaut. Das ganze Paket beruht auf Freiwilligkeit, Kündigungen waren nicht notwendig.“

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