Voglauer/Salzer: Auch Billigfleisch hat einen Namen

Grüne: Kennzeichnung von tierischen Produkten in Gastronomie ist überfällig

Wien (OTS) - Die Grünen unterstützen die zivilgesellschaftliche Kampagne, die unter dem Titel „Wir wollen wissen, was wir essen“ heute vorgestellt wurde, vollinhaltlich. Tierische Lebensmittel, besonders Fleisch, die in der Gastronomie und Hotellerie angeboten werden, müssen so rasch wie möglich verpflichtend nach ihrer Herkunft und nach den Haltungsbedingungen gekennzeichnet werden.

"In der Schweiz funktioniert das seit Jahren und ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Dort liest man auf der Speisekarte: Rindersteak vom US-Beef **, wobei die zwei Sterne dann beispielsweise angeben, dass das Steak mit Hormonen erzeugt worden sein kann. Diese Transparenz schmeckt nicht allen, aber BürgerInnen haben das Recht zu wissen, was sie auf dem Teller haben," sagt Irmi Salzer, Spitzenkandidatin der Grünen Burgenland für die Nationalratswahlen im September.

Damit KonsumentInnen bewusste Kaufentscheidungen treffen können, brauche es endlich klare, einfache und nachvollziehbare Herkunftsbezeichnungen in der Gastronomie. Diese müssen alle wertbestimmenden Zutaten wie Fleisch, Milch und Eier und auch die Haltungsbedingungen umfassen, so die Grünen.

"Die Kennzeichnungspflicht wäre sowohl für uns Bäuerinnen und Bauern, die Qualitätsprodukte aus tiergerechter Haltung anbieten, als auch für die BürgerInnen ein wichtiger Schritt. Sie könnte zudem dazu beitragen, dass weniger und dafür qualitativ hochwertigeres Fleisch konsumiert wird", betont Olga Voglauer, Biobäuerin und Spitzenkandidatin der Kärntner Grünen für die Nationalratswahl.

Schon 2017 hatten die Grünen im Nationalrat dazu einen Entschließungsantrag eingebracht. Die türkis-blaue Regierung und insbesondere Ministerin Köstinger setzte jedoch nur auf Freiwilligkeit - trotz Skandalen wie etwa der der Hühnerfleisch-Schummelimporte aus der Ukraine.

"Die Landwirtschaftskammer, die Bäuerinnen und Bauern, die BürgerInnen und aufgeschlossene WirtInnen – alle wollen, dass drin ist, was draufsteht, auch im Wirtshaus. Diejenigen, die etwas zu verbergen haben, die leisten den Widerstand. Wir werden im Nationalrat dafür kämpfen, dass Transparenz auf dem Teller mehr als ein Lippenbekenntnis ist und damit auch höhere Erzeugerpreise für die nachhaltig wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern möglich werden", unterstreichen Voglauer und Salzer unisono.

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