„Wissen, was wir essen“: Kampagne für verpflichtende Transparenz von Herkunft & Tierwohl bei Lebensmitteln gestartet!

Tierschutzvolksbegehren, Josef Zotter, „Die BioWirtInnen“ und Landwirte treten für verpflichtende und kontrollierte Kennzeichnung in Gastronomie & öffentlichen Küchen ein

Wir müssen den Betrug an den Konsumenten beenden und für Transparenz am Teller sorgen. Wenn jemand wirklich das Schnitzel vom kranken Kalb aus holländischer Massentierhaltung oder den Kaiserschmarrn mit Käfig-Ei aus Aserbaidschan essen will, dann ist das seine Entscheidung. Aber wer das nicht will und lieber 10 Cent mehr pro Portion zahlen möchte, um den Tieren, Umwelt & Klima und unseren Bauern zu helfen, soll auch die Möglichkeit dazu erhalten
Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens
Über unseren Teller können wir die Welt gestalten – aber nur, wenn wir wissen, was darauf landet. Angesichts von Klimakrise & Artensterben, wo zurecht auf die Schlüsselrolle der Landwirtschaft hingewiesen wird, ist es ein Gebot der Stunde, auch die Handlungsmöglichkeiten des eigenen Konsums nutzbar zu machen. Wir brauchen nicht über höhere Steuern auf Nahrung diskutieren, wir brauchen nur für mehr Transparenz sorgen. Das hilft unseren Landwirten, den Tieren und dem Klima. Schluss mit den Ausflüchten, es ist Zeit für ein Bekenntnis der Politik!
Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens

Wien (OTS) - Jedes Jahr landen 600 Millionen Eier aus Käfighaltung und tausende Tonnen Fleisch aus ausländischer Massentierhaltung auf unseren Tellern – unerkannt und ungewollt. Denn in Gastronomie und öffentlichen Küchen werden zwar 2/3 aller tierischen Produkte konsumiert, zu einer bewussten Entscheidung kann es aber nicht kommen, wenn Transparenz über Herkunft & Tierwohl fehlt.

Dieser Missstand führt dazu, dass Unmengen an Nahrungsmitteln konsumiert werden, deren Herstellung in Österreich bereits aus Tier- und Umweltschutzgründen verboten wurde. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf Tiere und Klima aus, sondern auch auf die heimische Landwirtschaft. Die viel beschworene Macht der Konsumenten greift nicht, die Intransparenz führt vielmehr zu einem regelrechten „Betrug“ an ihnen, wie es die Landwirtschaftskammer formuliert.

Zivilgesellschaftliche Kampagne

Das Tierschutzvolksbegehren, Unternehmer Josef Zotter, „Die BioWirtInnen“ sowie zahlreiche Landwirte im ganzen Land starten eine überparteiliche zivilgesellschaftliche Initiative, um dies zu ändern. Ziel ist die Einführung einer verpflichtenden und kontrollierten Kennzeichnung nach Herkunft & Tierwohl in Gastronomie und öffentlichen Küchen. Noch vor der Nationalratswahl Ende September sollen sich alle Parteien dazu bekennen.

Wir müssen den Betrug an den Konsumenten beenden und für Transparenz am Teller sorgen. Wenn jemand wirklich das Schnitzel vom kranken Kalb aus holländischer Massentierhaltung oder den Kaiserschmarrn mit Käfig-Ei aus Aserbaidschan essen will, dann ist das seine Entscheidung. Aber wer das nicht will und lieber 10 Cent mehr pro Portion zahlen möchte, um den Tieren, Umwelt & Klima und unseren Bauern zu helfen, soll auch die Möglichkeit dazu erhalten“, sagt Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens. Die verpflichtende Kennzeichnung der Lebensmittel nach Herkunft & Tierwohl ist eine zentrale Forderung des Volksbegehrens.

Über unseren Teller können wir die Welt gestalten – aber nur, wenn wir wissen, was darauf landet. Angesichts von Klimakrise & Artensterben, wo zurecht auf die Schlüsselrolle der Landwirtschaft hingewiesen wird, ist es ein Gebot der Stunde, auch die Handlungsmöglichkeiten des eigenen Konsums nutzbar zu machen. Wir brauchen nicht über höhere Steuern auf Nahrung diskutieren, wir brauchen nur für mehr Transparenz sorgen. Das hilft unseren Landwirten, den Tieren und dem Klima. Schluss mit den Ausflüchten, es ist Zeit für ein Bekenntnis der Politik!“ so Bohrn Mena.

Bevölkerung verlangt nach Transparenz

Eine repräsentative Greenpeace-Umfrage zeigt, dass 84% der Bevölkerung nach mehr Transparenz bei Herkunft & Tierwohl verlangt und eine ebenso große Gruppe auch bereit wäre, mehr dafür zu bezahlen. Laut einer aktuellen WWF-Befragung sind auch alle Parteien offen gegenüber einer Kennzeichnung der Herkunft.

Dazu Unternehmer Josef Zotter: „Wir brauchen Transparenz, um Tierschutz für Konsumenten nachvollziehbar zu machen. Dafür sollen wir technische Möglichkeiten nutzen und verpflichtende QR-Codes einführen, die sämtliche Daten über Aufzucht, Herkunft, Hersteller und die komplette Produktionskette enthalten. Vielleicht auch mit Videos. Die Lebensmittelbehörde müsste das und eine öffentliche Datenbank verwalten, sprich eine Konsumenten-Plattform wie „Food Leaks“, damit jeder Konsument sich informieren und entscheiden kann, ob er ein Steak aus der Steiermark oder aus Brasilien will. Außerdem wäre es hilfreich, wenn Tierhalter verpflichtet wären ihren Betrieb zugänglich zu machen und Konsumenten das Recht bekommen, lückenlos nachzuforschen, wo ihre Lebensmittel herkommen.“

Obwohl jährlich zigtausende Kälber in Österreich geboren werden, wird massenhaft billiges Kalbfleisch aus Holland importiert. Die österreichischen Kälber werden hingegen ins Ausland verkauft und in Transporten teils über lange Strecken transportiert. Die hitzige Debatte in Vorarlberg, Tirol und Salzburg führte zuletzt vor Augen, wie sehr diese Praktik von der Bevölkerung abgelehnt wird.

Wir BiowirtInnen unterstützen das Tierschutzvolksbegehren, weil für uns Tierschutz ein wichtiges Thema ist. BIO bedeutet momentan die beste Garantie für artgerechte Tierhaltung, darum ist uns eine verpflichtende Zertifizierung von Gastronomiebetrieben, die BIO ausloben auch besonders wichtig. Dafür kämpfen wir seit Jahren, leider scheitern wir stets am Widerstand der Wirtschaftskammer“ sagt Gerold Hubmer, Obmann von „Die BioWirtInnen“.

Die Kampagne „Wissen, was wir essen“ wird am 27. September, also vor der Nationalratswahl, die Positionen der Parteien präsentieren und diskutieren. Nach der Wahl wird das Tierschutzvolksbegehren einen „Runden Tisch der Erinnerung & Umsetzung“ initiieren, bei dem Parteien, Interessenvertretungen und Experten eingeladen werden, gemeinsam eine Roadmap zur Kennzeichnung zu erarbeiten.

Kostenlos nutzbare Fotos von der Pressekonferenz (C: Sophisticated Pictures) mit Josef Zotter, Sebastian Bohrn Mena & Gerold Hubmer finden sich hier:
https://we.tl/t-vzvq971Wfp

Die gesamte Pressemappe samt Grafiken gibt’s zum Download hier: www.tierschutzvolksbegehren.at/wissen.

Rückfragen & Kontakt:

Tierschutzvolksbegehren I +43 660 703 88 64
verein@tierschutzvolksbegehren.at

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