Volkshilfe Wien in tiefer Trauer um Vorsitzenden, BM a.D. Rudi Hundstorfer

Mit 67 Lebensjahren ging einer der wichtigsten Sozialpolitiker und Humanisten, die Österreich jemals hatte, viel zu früh von uns.

Wien (OTS) - „Rudi Hundstorfer verkörperte all das, was uns als Volkshilfe ausmacht: Haltung, Empathie und Menschlichkeit. Seine unermüdliche Arbeit besonders für die Bildungschancen von Jugendlichen, haben das Leben von vielen tausend jungen Menschen nachhaltig positiv geprägt.“ hebt die Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien, Tanja Wehsely, den hohen Stellenwert der Ausbildungsgarantie für Jugendliche hervor und beschreibt Rudi Hundstorfer „als besten Freund, den Österreichs Jugendausbildung“ bislang hatte.

Die Geschäftsführung, der Vorstand und Aufsichtsrat, sowie der erweiterte Vorstand der Volkshilfe Wien, alle MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche sprechen der Familie von Rudi Hundstorfer ihr tiefes Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Stunde.

BM a.D. Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer wurde am 1951 in Wien geboren und erlebte seine Kindheit in den einfachen Verhältnissen einer Wiener Arbeiterfamilie. Er startete mit 16 Jahren eine Lehre als Bürokaufmann bei der Stadt Wien und wurde später zur Jugendvertrauensperson beim Magistrat der Stadt Wien gewählt.

1976 absolvierte er am Bundesgymnasium für Berufstätige die Externisten-Matura und wurde 1990 Abgeordneter zum Wiener Landtag und als Mitglied des Wiener Gemeinderates.

1995 wurde er zum ersten Vorsitzender des Wiener Gemeinderates gewählt und wirkte von 1998 bis 2001 als Landesvorsitzender der Wiener Gewerkschaft der Gemeindebediensteten im Bereich Kunst, Medien, Sport und freie Berufe.

Seine spätere Tätigkeit als Geschäftsführender Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Wien und ab 2006 als Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes waren gekennzeichnet von seinem unermüdlichen Kampf für soziale Gerechtigkeit.

2008 holte ihn Bundeskanzler Werner Faymann als Arbeits- und Sozialminister in die Bundesregierung, wo er etwa mit der Ausbildungsgarantie für Jugendliche, wichtige Reformschritte für ein besseres Bildungsangebot für ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge vorantrieb

Als Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO) und als begeisterter Handballer engagierte sich Rudi Hundstorfer ebenso dafür das sportliche Angebot für junge Menschen auszubauen.

Ab 2018 war Rudolf Hundstorfer als Vorsitzender der Volkshilfe Wien tätig und prägte die Organisation, sowie den Verein durch sein persönliches Engagement und Menschlichkeit.

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