40 Jahre UNO-City – Bürgermeister Ludwig: „Wir sind stolz, hier in Wien einen der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen zu beheimaten“

Wien (OTS/RK) - Der Wiener Stadtchef unterstreicht „die immense Bedeutung der UNO-Vertretung in unserer Stadt“. Es sei dies keine Selbstverständlichkeit. „Die Errichtung der UNO-City ist eine politische Entscheidung“ gewesen, zitierte er Bundeskanzler Bruno Kreisky, für den Wien immer „eine Stadt des Friedens und der Verständigung“ war.

Am 23. August 1979 übergab der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky das Vienna International Center (VIC) den Vereinten Nationen und deren Generalsekretär Kurt Waldheim. Wien wurde damit neben New York und Genf zum dritten Amtssitz der UNO. Später kam mit Nairobi noch ein vierter UNO-Standort hinzu. „Es macht mich stolz, hier in Wien einen der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen - den einzigen innerhalb der Europäischen Union - zu beheimaten“, unterstreicht Bürgermeister Michael Ludwig „die Bedeutung, die die UNO-Vertretung für unsere Stadt hat.“

„Heute beschäftigt die UNO in Wien mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 110 Ländern. Ungefähr ein Drittel davon aus Österreich.

Das Vienna International Center (VIC) und das in der Nachbarschaft angesiedelte Kongresszentrum sind heute Stätten des Friedens und internationaler Begegnungen sowie auch Wahrzeichen der Stadt“, betont der Wiener Bürgermeister.

Wien nimmt heute eine ganz zentrale Schlüsselrolle ein. Die Präsenz wichtiger Organisationen wie der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), und der Vorbereitenden Kommission für die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO PrepCom) unterstreicht die Bedeutung des Standortes Wien. Die Themen, der in Wien ansässigen UN-Organisationen, reichen von Friedensförderung, über Abrüstung, zu Sicherheit und Menschenrechten bis hin zu Nachhaltigkeit und Entwicklung.

Darüber hinaus ist der Amtssitz Wien aber auch ein Motor für die Wirtschaft: „Die Präsenz von insgesamt rund 40 Internationalen Organisationen und Institutionen – nicht nur im VIC – wie beispielsweise auch die OSZE, schafft über 500 Millionen Euro pro Jahr an Umwegrentabilität. 10.000 Arbeitsplätze sind dadurch direkt oder indirekt gesichert. Außerdem – und auch das sollten wir nie vergessen – steigert die internationale Präsenz Wiens Attraktivität als Unternehmensstandort und den Konferenz- und Kongresstourismus. Wien gehört weltweit zu den führenden Konferenzdestinationen mit über 2.400 internationalen Kongressen und Events pro Jahr“, führt der Stadtchef weiter aus. „Mehr als 50.000 internationale Teilnehmer kommen jährlich zu UN-Konferenzen und UN-Treffen nach Wien. Davon profitieren beispielsweise wieder Hotelerie und Gastronomie oder auch der Handel“, so Ludwig.

Bereits im Mai dieses Jahres ist in der Wiener UNO City als auch im Wiener Rathaus das runde Jubiläum gemeinsam mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres begangen worden. Wien sei eine „wundervolle“ Stadt und eine ausgezeichnete „Host City“ für die UNO, diese könne sich auf die Unterstützung und das Entgegenkommen der Stadt verlassen. Unter den MitarbeiterInnen der UNO sei Wien wegen der hohen Lebensqualität und den besten Voraussetzungen für die Arbeit eine der beliebtesten Standorte, hob der Generalsekretär der Vereinten Nationen in seinen Dankesworten hervor. Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezeichnete im Rahmen der Feierlichkeiten die Entscheidung, mit dem VIC bedeutende UNO-Institutionen in der Bundeshauptstadt anzusiedeln, als "Meilenstein für Österreich". Ein Meilenstein, der für den Wiener Bürgermeister untrennbar mit Bruno Kreisky verbunden ist. „Es ist uns bewusst, dass das keine Selbstverständlichkeit ist“, formuliert es der Bürgermeister.

„Die Errichtung der UNO-City ist eine politische Entscheidung, weil Wien als UNO-Zentrum größte Wichtigkeit für die Neutralität und Sicherheit Österreichs hat, erklärte Bundeskanzler Bruno Kreisky noch vor Baubeginn der UNO-City im Jahr 1973“, so Ludwig. „Kreisky war stets der Meinung, dass Österreich durch aktive Außenpolitik am besten geschützt ist. Auch in diesem Punkt lag Kreisky richtig. Schließlich ist es ihm dann auch gelungen, die UNO nach Wien „zu holen“. Und durch den Bau eines modernen Konferenzzentrums werde Wien zu einer „Stadt des Friedens und der Verständigung“, sagte Kreisky 1973. Auch das war zur damaligen Zeit politisch höchst umstritten und ist heute eben wie vorhin erwähnt von großer Bedeutung für unsere Wirtschaft und natürlich für die Entwicklung Wiens“, wird von Bürgermeister Michael Ludwig die historische Dimension verdeutlicht. (Schluss)

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