Vier „Alltagsgeschichten“ im „ORF III Kulturdienstag“ mit „Die Desperados vom 10. Hieb – Wien-Favoriten“

Weiters „Niederhofstraße – Untermeidling“, „Im Espresso“ und „Einstens – Auf Sommerfrische“, außerdem „Salzburger Festspielgespräche“ mit Marina Rebeka

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information lädt am „ORF III Kulturdienstag“, dem 20. August 2019, ein letztes Mal zu den „Salzburger Festspielgesprächen“ in „Kultur Heute“ (19.45 Uhr). Zu Gast bei Barbara Rett ist Marina Rebeka. Die lettische Sopranistin ist eine der subtilsten Darstellerinnen und Sängerinnen der derzeitigen Opernwelt. Heuer steht sie in der aktuellen Produktion von Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ (zu sehen am 31. August um 20.15 Uhr in 3sat) als Amelia Grimaldi auf der Bühne des Großen Festspielhauses.

Alltägliches der besonderen Art gibt es auch diese Woche im „ORF III Kulturdienstag“ mit Elizabeth T. Spiras „Alltagsgeschichten“. Den Anfang machen „Die Desperados vom 10. Hieb – Wien-Favoriten“ (20.15 Uhr) von 1999. Im zehnten Wiener Gemeindebezirk Wien-Favoriten, im Volksmund „10. Hieb“ genannt, wohnt eine bunte Mischung von Menschen:
Im Beserlpark trifft man Frau Gertrude, eine Rentnerin, die dort Pullover, Plüschtiere und Liebesromane zu Sonderpreisen verkauft. Im „Café Elegance“ auf der Quellenstraße feiern eine 70-Jährige und ein 46-jähriger Rapid-Fan Hochzeit. Hannelore, Hausmeisterin im Gemeindebau in der Neilreichgasse, träumt beim Kehren des Hofs von einer Gesangskarriere.

Danach porträtiert Elizabeth T. Spira in der Folge aus dem Jahr 1997 gemeinsam mit Kameramann Peter Kasperak das Leben in der „Niederhofstraße – Untermeidling“ (21.05 Uhr). Witwe Maria und Witwe Hermine treffen einander täglich im Park zum Plausch. Sie tauschen Erinnerungen an Ehemänner, die oft zu tief ins Glas geschaut haben, und Kochrezepte aus. Pensionist Talic, vor mehr als 33 Jahren nach Untermeidling gekommen und längst österreichischer Staatsbürger, begegnet man täglich beim Taubenfüttern. Seine Frau ist schon lange tot, seine Kinder leben in der Türkei. „Die Tauben“, so Talic, „sind Ersatz für die Enkelkinder“, die er nicht um sich haben kann.

In der folgenden „Alltagsgeschichte“ aus 2001 porträtiert Spira Stammgäste „Im Espresso“ (21.55 Uhr). Die Espressos entstanden in den 1960er Jahren – meist düstere, schmucklos eingerichtete kleine Kaffee-Bars in Neonlicht gehüllt, die bis weit in die Nacht geöffnet haben. Getrunken wird viel – doch selten jenes Getränk, das den Lokalen den Namen schenkt. Und der Durst beginnt bereits in der Früh, wenn die ersten Gäste kommen.

„Einstens – Auf Sommerfrische“ (22.45 Uhr) heißt die vierte „Alltagsgeschichte“ des Abends aus dem Jahr 1989. Seinerzeit fuhr man – wenn man es sich leisten konnte – nicht in den Urlaub, sondern auf Sommerfrische. Zeitzeugen erzählen von ihren persönlichen Erlebnissen in der Sommerfrische in den Jahren 1910–1938. Zu Wort kommen ehemalige Baroninnen, Fabrikantentöchter, aber auch Kindermädchen und Dienstboten. Gedreht wurde an den beliebten Urlaubsorten von anno dazumal, wie Payerbach, Rekawinkel, am Semmering oder im Salzkammergut.

In ORF 2: „Spiel nicht mit den Gassenkindern – Kindheit in der Kaiserstadt“ um 23.30 Uhr

Die erste, 1985 entstandene Produktion der zum Kult avancierten ORF-Dokumentarfilmreihe „Alltagsgeschichte“, die ORF 2 am Dienstag, dem 20. August, um 23.30 Uhr zeigt, widmete Elizabeth T. Spira den Lebensbedingungen der Kinder um die Jahrhundertwende. Ältere Menschen, aus den unterschiedlichsten Milieus in Wien berichten darin über ihre Erfahrungen, Wünsche und Sehnsüchte während ihrer Kindheit.

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