„profil“: Novomatic sponsert Institut von Ex-FPÖ-Mandatar Tschank

200.000 Euro auf drei Jahre für Tschanks „Institut für Sicherheitspolitik“

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner kommenden erscheinenden Ausgabe berichtet, finanziert der Glücksspielkonzern Novomatic seit dem Jahr 2018 das vom früheren FPÖ-Nationalratsabgeordneten Markus Tschank gegründete „Institut für Sicherheitspolitik“ (ISP). Sowohl Tschank als auch Novomatic bestätigten „profil“ einen entsprechenden Kooperationsvertrag. Geschlossen wurde dieser 2018, zu einer Zeit da Tschank für die FPÖ bereits im Nationalrat saß. Laut Tschank läuft der Vertrag bis 2020, wobei Novomatic sich zu Zahlungen von insgesamt 200.000 Euro verpflichtet hat und dafür „definierte Leistungen“ erhält. Wie viel davon bisher bezahlt wurde, sagt Tschank nicht. In einer schriftlichen Stellungnahme Tschanks heißt es weiters: „Das Institut für Sicherheitspolitik (ISP) ist ein parteiunabhängiger sicherheitspolitischer Think-Tank und hat – wie auch jedes andere Partnerinstitut des BMLV – Kooperationen mit privaten und öffentlichen Institutionen. Jede Kooperation des ISP, sei es im Rahmen von Werkverträgen oder Sponsoringverträgen, basiert stets auf der Erbringung von jährlich genau definierten Gegenleistungen; die Gegenleistungen werden im Rahmen eines Reporting-Systems regelmäßig vom ISP und den Kooperationspartnern überprüft und abgenommen.“ Tschank legt Wert auf die Feststellung, dass die Einkünfte aus den Kooperationen stets ordnungsgemäß versteuert wurden und es „zu keiner Zeit weder direkt oder indirekt Zahlungsflüsse an eine Partei oder parteinahe Organisationen“ gegeben hat. „Dies wäre auch mit den Statuten des ISP vollkommen unvereinbar.“
Novomatic-Sprecher Bernhard Krumpel teilte profil auf Anfrage mit:
„Ja, es gibt eine mehrjährige Kooperationsvereinbarung, wobei der jährliche Kooperationsbeitrag deutlich unter EUR 100.000 liegt. Diese Kooperation besteht u.a. aufgrund von Vorgaben internationaler Glücksspielbehörden unsere Kompetenzen im Bereich Security und Safety zu verstärken sowie Aktivitäten vorzuweisen. Aus dem Grund fanden und finden mit dem ISP gemeinsame Projekte und Einzelkooperationen statt, wobei unsere Vertragslaufzeit mit der des Verteidigungsministeriums ident ist, das ein wesentlicher Kooperationspartner des ISP ist.“

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