PVÖ-Kopietz zu türkisblauer Krankenkassenreform: Jetzt liegen die Scherben auf dem Tisch!

80 Millionen Verlust für heuer nur Untergrenze - Pensionisten wären von möglichen neuen Selbstbehalten und Leistungskürzungen am stärksten betroffen

Wien (OTS) - „Jetzt ist die Katze aus dem Sack und sie wird nicht so schnell dort zurückkehren. Statt wie im Zuge der Krankenkassenreform von der vormaligen türkisblauen Koalition versprochen eine Milliarde für die Patienten einzusparen, entwickelt sich die Justament-Hauruck-Aktion jetzt schwarz auf weiß ins Gegenteil. Für 2019 droht letztendlich ein mehrere hundert Millionen Euro schweres Defizit. Die von Bundeskanzler Kurz geführte ÖVP-FPÖ-Koalition hat die Menschen schlichtweg hinters Licht geführt“, erklärte der Landespräsident des Wiener Pensionistenverbandes (PVÖ) Harry Kopietz zu den jüngst von Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten Zahlen.

„Nach aktuellen Berechnungen des Hauptverbandes wird das Defizit der Kassen heuer mindestens 80 Millionen Euro betragen“, so Kopietz weiter. In diesem Betrag seien aber die Fusionskosten der neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse noch gar nicht berücksichtigt. Diese dürften aber allein für heuer bei über 100 Millionen liegen, 2020 und 2021 könnte der Fehlbetrag noch höher ausfallen. Kopietz: „Statt in buntes Geschenkpapier eingewickeltes Zuckerl liegt nun ein Scherbenhaufen auf dem Tisch. Die Zeche dafür werden letztlich die Versicherten in Form von drohenden Leistungskürzungen oder neuen Selbstbehalten bzw. deren Erhöhung bezahlen müssen. Sozial Schwächere, unter ihnen viele Pensionistinnen und Pensionisten, würden davon besonders betroffen sein“, kritisierte Kopietz. „Auf diese höchst unerfreuliche Entwicklung gibt es nur eine Antwort: Nach dem 29. September darf Türkisblau auch nicht mehr die Sozialpolitik in Österreich bestimmen“, schloss Kopietz. (Schluss)

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