Neue Volkspartei Wien: Wien muss Sportstadt Nummer 1 werden!

Sportpolitik seit Jahren Stiefkind der Stadtregierung – Neue Volkspartei fordert bessere Infrastruktur, besseres Angebot und Förderung

Wien (OTS) - „Sportpolitik ist seit vielen Jahren das Stiefkind der Wiener Stadtregierung und wird viel zu wenig ernst genommen. Wien ist daher nicht die Sportstadt, die sie eigentlich sein könnte und als Metropole in Europa eigentlich sein müsste – und das möchten wir ändern“, so VP-Wien Sportsprecher Stadtrat Markus Wölbitsch im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs mit Autor und Trainer Wilhelm Lilge sowie der Präsidentin der Sportunion & des Turnvereins Wien, Dagmar Schmidt.

Der Breitensport leistet mit seinen vielen Vereinen und Ehrenamtlichen einen wichtigen Beitrag in einem Ballungsraum wie Wien. Es geht einerseits um Prävention im Bereich Gesundheit, aber auch um Integration und das Erleben von Gemeinschaft. Auch der wirtschaftliche Faktor spielt eine wichtige Rolle für die Stadt. „Wer Medaillen und Siege feiern möchte, muss die Basis, also den Breitensport, entsprechend stützen und fördern. Und hier hakt es in Wien an allen Ecken und Enden“, so Wölbitsch.

Bereits im Herbst des Vorjahres hat die neue Volkspartei Wien mit der „SOKO Sport Wien“ einen Sportschwerpunkt gestartet. „In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir Sportvereine, Sportler und Ehrenamtliche besucht um zu erfahren, wo es Schwierigkeiten gibt und welche Maßnahmen nötig sind, um den Breitensport zu fördern. Auf Basis dieser Besuche und der zahlreichen Gespräche mit den Betroffenen haben wir erste Maßnahmen und Forderungen erstellt, die Wien zur Sportstadt Nummer 1 machen sollen.“

Autor und Trainer Wilhelm Lilge unterstreicht: „Wien ist zwar Weltspitze bei den Grünräumen, aber es ist ebenso ein Faktum, dass die Stadt trauriger Nachzügler ist, wenn es um die Bewegung von Kindern geht. Es ist immer eine Frage des Angebots an Sportstätten. Bei der Infrastruktur ist die Stadt europaweit peinliches Schlusslicht“, so Lilge. Als Beispiele führt Lilge etwa das Vorzeigemodell Seestadt Aspern an, bei dem auf Sportstätten einfach vergessen wurde. „Es gibt keine Sportfläche bis auf einen Basketballkäfig – für 20.000 Menschen.“ Auch die Bezirke in Transdanubien würden sich stark entwickeln, jedoch ohne zusätzliche Sportflächen, ähnlich wie bei der Verbauung des Donaufeldes, wo auch keine Sportflächen entstehen. „Das ist Europaweit einzigartig, das gibt es so nirgends“, kritisiert Lilge weiter. Großes Potenzial gäbe es zudem beim Dusika Stadion und beim Happel Stadion, die Trainings- und Wettbewerbsbedingungen seien mehr als ausbaufähig. „Es scheitert am Herzblut der Stadt, hier muss die Sportpolitik Wien ihrer Verantwortung nachkommen."

Dagmar Schmidt, Präsidentin der Sportunion Wien und des Turnverbands Wien, hebt die Relevanz des Breitensports für Wien hervor: „Ohne Breitensport gibt es keinen Spitzensport, das ist unmöglich. Wir haben für die Vereine einfach viel zu wenig Sportflächen.“ Kinder und Sportler müssen sich in Wien so bewegen können, wie sie das möchten. „Es ist wesentlich, dass Türen, die geschlossen sind, geöffnet werden und wir gemeinsam zu Lösungen kommen“, so Schmidt weiter, die die Öffnungszeiten im Dusika Stadion und in den Schulen für die Vereine kritisiert. „Sport sollte an erster Stelle stehen. Sport ist ein Miteinander und insbesondere für unsere Kinder extrem wichtig.“

„Als Stadtrat setze ich mich dafür ein, dass der Breitensport endlich wieder eine starke Rolle in der Wiener Sportpolitik erhält“, so Markus Wölbitsch. Mit dem zuständigen SPÖ-Sportstadtrat Hacker wird er in den nächsten Wochen das Gespräch suchen und die Ideen und Forderungen der Volkspartei präsentieren. „Wenn wir alle an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen, dann machen wir Wien zur Sportstadt Nummer 1!“

Forderungen und Maßnahmen

Bessere Infrastruktur: Die Sportstätten sind zu einem großen Teil veraltet und mit Sicherheitslücken, was auch der Stadtrechnungshof kürzlich kritisiert hat. Für erfolgreiche Trainings und Wettbewerbe sind viele schlicht und einfach nicht zumutbar. Daher fordert Wölbitsch zusätzliche Hallen für Trainings und Wettbewerbe, den Bau eines modernen Schwimmsportzentrums sowie mehr Initiative der Stadtregierung bei der Neugestaltung des Praterstadions.

Besseres Angebot: Die Begeisterung für Sport in einem Verein soll so früh wie möglich geweckt wird. Das ist nicht nur wichtig für die Kinder, sondern soll auch den Zulauf zu den Sportvereinen fördern. Die Einführung eines Sportgutscheins für Kinder, ein neues Sportstättenkonzept für ein besseres Angebot sowie die bessere Nutzung von verpachteten Sportflächen sind dafür wesentlich.

Bessere Förderung: Eine undurchsichtige Förderlandschaft und die fehlende Einbindung der Dach- und Fachverbände prägen die Sportlandschaft Wiens. Hier fordert die neue Volkspartei eine Neuregelung der Förderlandschaft, die Entlastung der Vereine durch Abschaffung des „Sportgroschens“ sowie die Aufwertung der Fach- und Dachverbände.

Hier finden Sie die ersten Forderungen und Maßnahmen im Detail, Fotos finden Sie hier.

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