Asylwerber in Lehre: NEOS fordern Nägel mit Köpfen

Sepp Schellhorn: „Wenn es der ÖVP ernst ist, stimmt sie unserem Antrag noch vor der Wahl im September-Plenum zu. Alles andere ist Schlagzeilenpolitik.”

Wien (OTS) - „Ok, liebe Volkspartei, dann lasst uns Nägel mit Köpfen machen”, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn nach der Ankündigung der ehemaligen ÖVP-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, sich vom blauen Hemmschuh entledigen und die Abschiebung von Lehrlingen „neu beurteilen” zu wollen. „Denn dass mit reiner Schlagzeilenpolitik nichts weitergeht in diesem Land, habt ihr jetzt lange genug unter Beweis gestellt. Wer sich Wirtschaftspartei nennen will, muss jetzt liefern.”

Denn es brauche, so Schellhorn, gerade angesichts des Fachkräftemangels ein Angebot und echte Sicherheit für jene, die in Österreich eine Ausbildung machen wollen. „Sonst passiert es wieder, dass ein 19-jähriger afghanischer Spitzenmann, der mit Auszeichnung in perfektem Deutsch in Salzburg seine Lehre abgeschlossen hat, von der Abschiebung bedroht untertaucht. Der arbeitet jetzt in Paris bei Guy Savoy und bringt der österreichischen Wirtschaft null!"

NEOS haben daher das 3+2-Modell vorgelegt: Asylwerber, die bereits in Ausbildung sind, sollen demnach die Möglichkeit haben, ihre Ausbildung abzuschließen. Danach dürfen sie noch zwei Jahre in Österreich bleiben. Im Anschluss können sie eine Rot-Weiß-Rot-Karte beantragen. Entschließen sie sich, keine Rot-Weiß-Rot-Karte zu beantragen, kehren sie mit einer fundierten Ausbildung und Arbeitserfahrung in ihr Herkunftsland zurück.

„Wenn es der ÖVP ernst ist, stimmt sie unserem Paket noch vor der Wahl im September-Plenum zu”, sagt Schellhorn. „Unser Antrag liegt bereits im Parlament." (https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/A/A_00896/imfname_756246.pdf)

Angesichts der möglichen Chance auf ein baldiges neues Gesetz wiederholt Schellhorn den Appell an Übergangsminister Wolfgang Peschorn, die Abschiebung von Asylwerbenden in der Lehre sofort zu stoppen. „Jeder Tag zählt, wenn junge Menschen, die Kompetenzen für die Zukunft erwerben und in der Gegenwart wichtige Stützen in ihren Betrieben sind, von ihren Ausbildungsplätzen geholt werden.”

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