Anschober zu Schramböck: Abschiebungen von Lehrlingen jetzt stoppen!

Appell an Regierung und Nationalrat sofortige Schritte für Menschlichkeit und Vernunft zu setzen

Linz (OTS) - Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudi Anschober, der mit seiner Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ seit Monaten gegen die Abschiebung von bestens integrierten Lehrlingen kämpft, appelliert nach den heutigen Aussagen von Ex-Wirtschaftsministerin Schramböck, man müsse die Abschiebung von Lehrlingen in Koalitionsverhandlungen „neu bewerten“, an Übergangsregierung und Nationalrat, die Abschiebungen jetzt sofort zu stoppen:
“Jeder Woche kommt es derzeit zu Abschiebungen von Lehrlingen. Das Schicksal junger Menschen darf nicht weiter politischer Spielball sein. Bis eine neue Bundesregierung steht, werden Monate vergehen und in dieser Zeit droht die Abschiebung dutzender, ja vielleicht sogar hunderter Betroffener. Die genaue Zahl kennen wir nicht, weil wir nicht wissen, wie viele Entscheidungen das Bundesverwaltungsgericht in den nächsten Monaten treffen wird. Wenn nun in der ÖVP doch Bewegung zu entstehen scheint, appelliere ich an alle vernünftigen Kräfte in dieser Partei und an die Landeshauptleute: Es braucht einen sofortigen Abschiebestopp, um für die Betroffenen Sicherheit zu schaffen, eine rasche klare Regelung, die generell Abschiebungen während der Ausbildung unterbindet und drittens die Wiederöffnung des Zugangs für AsylwerberInnen in die Lehrausbildung in Mangelberufen -und damit die Umsetzung der europäischen Rechtslage.“

Anschober wendet sich an die Übergangsregierung, in diesem Sinn aktiv zu werden und wird in den nächsten Tagen Gespräche dazu mit Mitgliedern der Bundesregierung aufnehmen, damit sich „Herz und Hirn endlich durchsetzen“.

Ausbildung statt Abschiebung wird mittlerweile von 79.000 Personen unterstützt, zusätzlich von 125 Gemeinden und über 1800 Unternehmen, sowie von Prominenten aus allen Bereichen von Hermann Mayer bis Toni Innauer, von Wolfgang Eder bis Gerhard Roiss, von Julya Rabinowich bis Karin Bergmann, Iris Laufenberg und Katharina Stemberger, von Bischof Michael Bünker bis Bischof Hermann Glettler und Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser, von Johannes Kopf bis Gerhard Drexel und Georg Kapsch, von Erwin Pröll bis Willi Molterer, Reinhold Mitterlehner und vielen mehr.

Anschober: “Geben Sie der Menschlichkeit und der Vernunft endlich wieder eine Chance. Und geben Sie den Betroffenen, die alles gemacht haben, was unsere Gesellschaft von ihnen fordert, endlich wieder eine Perspektive! Befreien wir sie von der täglichen existentiellen Angst und erhalten wir Österreichs Wirtschaft jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie dringend braucht.“

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