• 09.08.2019, 12:45:13
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„kulturMontag“-Spezial aus Salzburg am 12. August: Premiere „Orphée aux enfers“ und 150 Jahre Postkarte

Danach: Neuer Teil der Dokureihe „Magie der Museen“ zeigt „Das Munch Museum, Oslo“

Utl.: Danach: Neuer Teil der Dokureihe „Magie der Museen“ zeigt „Das
Munch Museum, Oslo“ =

Wien (OTS) - Der „kulturMontag“-Spezial aus Salzburg, moderiert von
Clarissa Stadler, berichtet am 12. August 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2
über die mit Spannung erwartete Premiere von Jaques Offenbachs
„Orphée aux enfers“ und zeigt erste Ausschnitte. Regisseur Kornél
Mundruczó verrät im Gespräch mit Clarissa Stadler, wie man in Zeiten
von „#metoo“ mit Ferenc Molnárs „Liliom“ umgeht. Außerdem widmet sich
der „kulturMontag“ dem 150. Geburtstag der Postkarte. Anschließend
ist um 23.15 Uhr ein neuer Teil der von der ORF-TV-Kultur
koproduzierten achtteiligen Hochglanzreihe unter dem Titel „Magie der
Museen“ zu sehen und stellt „Das Munch Museum, Oslo“ vor.

Eine frivole Party in der Hölle – Orpheus in der Unterwelt bei den
Salzburger Festspielen

Rasend respektlos und unverschämt unterhaltsam springt er mit der
hehren Götterwelt um. Jacques Offenbach hat in seiner schwungvollen
Possenoper „Orpheus in der Unterwelt“, seinem ersten abendfüllenden
Werk, großen Erfindungsreichtum und unvergleichlichen Witz bewiesen.
Wie kaum in einem anderen Stück der Musikliteratur regieren hier
Frohsinn, gute Laune und Heiterkeit. Der Zweiakter machte ihn in ganz
Europa bekannt. Zum 200. Geburtstag soll der Begründer der modernen
Operette vielerorts nun neu entdeckt werden. Für die Salzburger
Festspiele nimmt der deutsch-australische Regisseur Barrie Kosky
Offenbachs kecke Parodie der griechischen Mythologie ins Visier. Der
„Operettenkönig aus Berlin“, wie Kosky gerne genannt wird, karikiert
die Doppelmoral der Reichen und Schönen und zeigt eine knallbunte und
giftige Gesellschaftssatire. Der „kulturMontag“ bringt erste
Ausschnitte der mit Spannung erwarteten Premiere. ORF 2 überträgt
Offenbachs „Orphée aux enfers“ am Samstag, dem 17. August,
live-zeitversetzt um 20.15 Uhr.

Auf der Suche nach dem falschen Glück – Molnars „Liliom“ auf der
Perner-Insel

Ferenc Molnárs „Liliom“ ist ein Frauenheld und Hallodri. Bei seiner
Uraufführung in Budapest im Jahr 1909 ist sein „Liliom“
durchgefallen. Denn die Geschichte vom Strizzi Liliom, der für das
Dienstmädchen Julie entflammt, deshalb von der eifersüchtigen
Ringelspielbesitzerin entlassen wird, Julie prügelt, aus Liebe zu
seinem ungeborenen Kind einen Raubüberfall begeht, hat anfänglich
ganz und gar nicht überzeugt. Erst in der deutschen Version von
Alfred Polgar wurde das Stück zum Welterfolg, das heute zu den
bedeutendsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts zählt. Für die
Salzburger Festspiele nimmt sich der ungarische Theater- und
Filmregisseur Kornél Mundruczó das Volkstück vor. Wie man mit einem
brutalen Draufgänger der Jahrhundertwende in Zeiten von „#metoo“ und
„No means no“ umgeht, das verrät Kornél Mundruczó im Gespräch mit
Clarissa Stadler auf der Perner-Insel.

Die Ur-SMS der Großeltern-Generation – 150 Jahre Postkarte

Heute steht sie für Entschleunigung, erfunden wurde sie allerdings
als Medium der Schnelligkeit: Die Postkarte feiert den 150.
Geburtstag. Die österreichische Post brachte im Oktober 1869 die
allerersten „Correspondenzkarten“ heraus – mit riesigem Erfolg.
Bereits im ersten Monat wurden fast anderthalb Millionen Postkarten
verkauft, und bald zogen diverse Länder nach; in der Schweiz wurde
das neue Medium 1870 zugelassen, 1874 zirkulierte es fast in ganz
Europa. Doch nicht nur quer durch die Länder war es unterwegs, auch
über alle sozialen Schichten hinweg wurde die Postkarte genutzt.
Während diese altmodische, meist rechteckige Karte in den vergangenen
Jahren durch die elektronischen Möglichkeiten in Vergessenheit
geraten ist, scheint die gute alte Postkarte heute ein Revival zu
feiern.

Dokureihe „Magie der Museen“: „Das Munch Museum, Oslo“ (23.15 Uhr):

Museen sind bezaubernde Orte der tausend Gesichter und Geschichten,
deren Faszination eine internationale, von der ORF-TV-Kultur
koproduzierte achtteilige Hochglanzreihe unter dem Titel „Magie der
Museen“ enthüllt. Jeder Film stellt eine Institution von Weltrang aus
der Perspektive von Künstlerinnen und Künstlern sowie weiteren
prominenten Gästen und Querdenkern vor. Die vierte Folge führt in
„Das Munch Museum, Oslo“. Eine sehr persönliche Führung gibt diesmal
der preisgekrönte norwegische Bestseller-Autor und Dokumentarist Karl
Ove Knausgård, der für das berühmte Haus eine Sonderausstellung
kuratiert. Ergänzt werden seine Erzählungen durch detaillierte
Hintergrundinformationen und Anekdoten von Matt Lodder, englischer
Kunsthistoriker und Dozent an der University of Essex. Für Buch und
Regie zeichnet bei dieser Ausgabe von „Magie der Museen“ Sylvie
Kürsten verantwortlich. Als Creative Producer aller acht Filme
fungierte Tuan Lam.

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