NEOS: Wer auf Wahlärzte zielt, trifft die Falschen

Gerald Loacker: "Sozialversicherung und Ärztekammer schließen Verträge zu Lasten der Patient_innen."

Wien (OTS) - Ohne Verständnisse für den Schaukampf zwischen der Stadt Wien und der Ärztekammer über Wahlärzte reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker: "Wahlärzte sind ein wesentlicher Bestandteil der ärztlichen Versorgung in Österreich. Wer die Wahlärzte bekämpft, zielt auf die Falschen." Der Mangel an Kassenärzten sei ein Ergebnis der Verträge zwischen Sozialversicherung und Ärztekammer. Es handle sich um veritable Verträge zu Lasten Dritter, betont Loacker: "Indem die Bedingungen für Kassenärzte restriktiv sind, wird die Zahl der Kassenstellen gering gehalten. Das hält die Kosten für die Kassen niedrig. Wer als Arzt eine der wenigen Kassenstellen hat, dem ist dadurch eine große Zahl an Patienten und ein entsprechendes finanzielles Auskommen garantiert. Weil es aber zu wenige Kassenärzte gibt, werden Patienten zu Wahlärzten gedrängt. Diese wiederum sind sehr frei in der Gestaltung ihrer Arbeitszeit und Abrechnung. So profitiert die Ärzteschaft. Die Versicherten zahlen drauf: Sie müssen ihre Pflichtbeiträge in voller Höhe leisten und bekommen vielfach nur zweitklassige Versorgung. Daher leisten sich bereits 37% der Österreicher eine private Zusatzkrankenversicherung.“

NEOS-Reform: Versicherungspflicht, statt Pflichtversicherung
Wer das Problem der Versorgung in den Griff bekommen will, muss das System ändern, stellt der NEOS-Gesundheitssprecher klar: "Wenn die Versicherten ihre Versicherung frei wählen dürfen, gehen sie dort hin, wo sie die beste Versorgung bekommen. So wäre z.B. für viele Wienerinnen und Wiener eine Krankenversicherung bei der KFA der Stadt Wien eine große Verbesserung im Vergleich zur WGKK. Auf Seiten der Versicherung muss im System der Kassenwahl eine Verpflichtung bestehen, jeden aufzunehmen, der ansucht. Der Gesetzgeber gibt einen Mindestversicherungsschutz vor, den jede Kasse bieten muss.
In einem solchen System, wie es in der Schweiz, in Deutschland und in den Niederlanden praktiziert wird, werden die Versicherten zu Kunden. Damit wird die Versorgung automatisch besser."

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0001