„matinee“ am 11. August: Doku „Grüne Schatzkammern – 100 Jahre Bundesgärten“, Porträt über Andrew Carnegie

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 11. August 2019, um 9.05 Uhr in ORF 2 widmet den Bundesgärten zum 100-Jahr-Jubiläum die von Rike Fochler gestaltete Dokumentation „Grüne Schatzkammern“. Der Film zeigt die Habsburger als eifrige Sammler unterschiedlichster Pflanzen und erzählt, wie diese im Auftrag des Kaisers nach Österreich gelangten bzw. warum dieser grüne Schatz mit jedem Jahr noch wertvoller wird. Auf den Tag genau vor 100 Jahren starb mit Andrew Carnegie einer der einflussreichsten Mäzene und Geschäftsmänner der US-amerikanischen Geschichte. Ihn würdigt das Porträt „Andrew Carnegie – Millionär und Menschenfreund“ (9.35 Uhr). Den von Clarissa Stadler präsentierten Vormittag beschließt „Die Kulturwoche“ mit aktuellen Berichten und Tipps (10.35 Uhr).

„Grüne Schatzkammern – 100 Jahre Bundesgärten“ (9.05 Uhr)

Vor hundert Jahren, nach dem Zusammenbruch der Monarchie, gingen die k. u. k. Hofgärten in den Besitz der Republik Österreich über. Seither sind die geschichtsträchtigen Anlagen – wie der Schönbrunner Schlosspark, der Belvedere-Garten, der Volksgarten, Burggarten und Augarten in Wien, sowie der Hofgarten und der Park rund um Schloss Ambras in Innsbruck – viel gepriesen und weltweit bewundert. Weniger bekannt ist, wie emsig und mit welch ungeheurem Einsatz an Ressourcen im Hause Habsburg Pflanzen gesammelt und weitervermehrt wurden. Der Kaiser – ohne eigene Kolonien – holte sich auf diese Weise die Welt in sein Reich und demonstrierte seine Macht. Viele der Sammlungen sind der Öffentlichkeit bis heute nicht zugänglich, da die Pflanzen kostbar sind und Besucherströme für sie belastend wären. Doch heuer, im Jubiläumsjahr, werden die grünen Schatzkammern geöffnet und dem Publikum präsentiert. Zu sehen gibt es Tausende Arten und Sorten aus allen Erdteilen, darunter Orchideen, Kakteen und Sukkulenten, Farne, fleischfressende Pflanzen und exotische Früchte. Unter den 100 verschiedenen Zitrusarten, die nach monatelangen Reisen unter widrigsten Bedingungen in den kaiserlichen Glashäusern ankamen, gibt es 190 Jahre alte Bäume, deren Früchte im Winter, wenn sie reif sind, auch von Besucherinnen und Besuchern erworben werden können. Im Alpengarten des Schloss Belvedere gedeihen Gebirgspflanzen aus aller Welt, die an ihrem Naturstandort bereits ausgerottet sind. In Innsbruck befindet sich eine der größten Seerosen und in Wien die mit 600 Jahren älteste Topfpflanze der Welt.

„Andrew Carnegie – Millionär und Menschenfreund“ (9.35 Uhr)

Andrew Carnegie – Namensgeber des von ihm finanzierten Konzerthauses in New York, der Carnegie Hall – zählt zu den faszinierendsten und gleichzeitig widersprüchlichsten Figuren der amerikanischen Moderne. Der Sohn einer armen schottischen Migrantenfamilie, die in den 1840er Jahren nach Amerika kam, sollte Ende des 19. Jahrhunderts einer der reichsten Menschen seiner Zeit sein. Bekannt als Philanthrop, gründete Carnegie getreu seinem Motto „Der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande“ eine Vielzahl an Stiftungen, Bibliotheken und Bildungseinrichtungen in den USA und Europa. Kritisiert für seine harten Geschäftspraktiken, durch die er die Eisen- und Stahlindustrie dominierte, wurde sein Name gleichzeitig zum Synonym für die moderne philanthropische Bewegung. Bis heute – ein Jahrhundert nach seinem Tod – florieren und gedeihen die von ihm gestifteten Bildungs- und Kultureinrichtungen. Um weitere große Kriege zu verhindern, setzte er in seinen letzten Lebensjahren seinen Wohlstand und seinen Einfluss dafür ein, die Herrschenden der Welt, wie beispielsweise Theodore Roosevelt, Kaiser Wilhelm II und King Edward VII, von der Bedeutung der waffenfreien Konfliktlösung zu überzeugen. Der Film von Vicky Matthews enthüllt die unerzählte Geschichte eines Mannes mit einer unglaublichen Vision, dessen Traum vom Weltfrieden durch den Ersten Weltkrieg erschüttert wurde und der nur ein Jahr nach Kriegsbeginn als gebrochener Mann starb.

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