Politikerranking: SPÖ-Chefin Rendi-Wagner 2019 erstmals unter Top-3

Altkanzler Kurz im Juli erneut medial präsentester Politiker Österreichs – Herbert Kickl auf Platz zwei

Wien (OTS) - Das aktuelle APA-DeFacto-Politikerranking, das monatlich die Berichterstattung von fünfzehn heimischen Tageszeitungen analysiert, weist SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner erstmals im Jahr 2019 unter den Top-3 der präsentesten Politikerinnen und Politikern Österreichs aus. Mit 492 Beiträgen belegt Rendi-Wagner zum ersten Mal seit ihrer Übernahme der Parteiführung einen Podestplatz. Hauptverantwortlich dafür zeigt sich das neue Parteienfinanzierungsgesetz, das für Rendi-Wagner besonders zu Monatsbeginn zu einer hohen medialen Sichtbarkeit führte. Zusätzlich waren der aufkommende Wahlkampf sowie die Entscheidung für Johannes Hahn (Platz 14, 182 Beiträge) als EU-Kommissar ausschlaggebend in der Berichterstattung zu Rendi-Wagner.

Altkanzler Sebastian Kurz belegt im Juli mit deutlichem Abstand den ersten Platz im APA-DeFacto-Politikerranking (1.428 Beiträge). Kurz hat im Vergleich zu seiner aktiven Regierungszeit nichts an medialer Aufmerksamkeit eingebüßt. Thematisch dominiert die Schredder-Affäre rund um unrechtmäßig vernichtete Datenträger die Debatte zu Sebastian Kurz und der ÖVP. Darüber hinaus nimmt die Koalitionsfrage medial eine zentrale Rolle ein, die neben dem Altkanzler besonders mit Ex-Minister Herbert Kickl (Platz 2, 528 Beiträge) verknüpft ist.

Kickl, der sowohl von Kurz als auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Platz 5, 447 Beiträge) als künftiger Innenminister ausgeschlossen wird, erfährt insbesondere gegen Monatsende eine verstärkte Medienpräsenz. Mitverantwortlich dafür ist eine Buchpräsentation von NEOS-Quereinsteiger Helmut Brandstätter (Platz 72, 50 Beiträge).

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein belegt mit 476 Beiträgen den vierten Platz im aktuellen APA-DeFacto-Politikerranking. Im Vergleich zum Vormonat halbiert sich zwar die mediale Präsenz der parteifreien Übergangskanzlerin, mit Bierlein und Rendi-Wagner liegen im Juli allerdings erstmals zwei Frauen unter den präsentesten vier Politikerinnen und Politikern des Landes. Besonders häufig wird Brigitte Bierlein mit EU-Themen, wie der Wahl von Ursula von der Leyen zur Präsidentin der Europäischen Kommission oder der Einigung auf Johannes Hahn als EU-Kommissar, erwähnt. Die angekündigte Prüfung der Schredder-Affäre dominiert gegen Monatsende die Berichterstattung zu Bierlein.

Die Plätze sechs bis zehn belegen Norbert Hofer (FPÖ, 357 Beiträge), Günther Platter (ÖVP, 286 Beiträge), Thomas Stelzer (ÖVP, 284 Beiträge), Peter Pilz (JETZT, 265 Beiträge) und Werner Kogler (Die Grünen, 243 Beiträge).

Das gesamte Ranking der Top-20 für Juli 2019 ist unter www.ots.at/politikerranking abrufbar. Das Ranking wurde von APA-DeFacto auf Basis der Anzahl von Beiträgen mit namentlicher Erwähnung von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen für den Zeitraum von 1. bis 31. Juli 2019 erstellt.

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