Yildirim: „Frauen sind bei Einkommen in Tirol noch dramatisch im Nachteil – Kluft von 44 Prozent“

Ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, Teilzeit, niedrige Löhne in Frauenbranchen - SPÖ für 35-Stunden-Woche

Wien (OTS/SK) - „Die Einkommensanalyse der Arbeiterkammer verdeutlicht wie jedes Jahr: Frauen haben es beruflich in Tirol besonders schwer. Sie verdienen deutlich schlechter als Männer in Tirol, aber auch weniger als ihre Kolleginnen in anderen Bundesländern“, erläutert SPÖ-Abgeordnete Selma Yildirim. ****

Tirolerinnen verdienen gut 11 Prozent weniger als Frauen im Bundesschnitt, Männer 0,3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Vergleicht man das mittlere Jahresbruttoeinkommen einer Tirolerin mit dem österreichweiten Durchschnitt, ergibt sich ein Nachteil von 31 Prozent, zwischen einer Tirolerin und einem Tiroler klafft eine Kluft von 44 Prozent (Frauen 18.460 Euro, Männer 33.051 Euro – Lohnsteuerdaten 2017).

„Grund dafür ist u.a. der hohe Anteil an Teilzeitarbeit in Tirol. Das betrifft besonders Frauen, weil sie meist auch die Betreuungspflichten übernehmen. Um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, gilt es einerseits Frauenarbeit höher zu bezahlen, andererseits unbezahlte Arbeit besser zwischen Frauen und Männern aufzuteilen“, so Yildirim

„Tirol hat bei der Kinderbetreuung noch Aufholbedarf. Für echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie braucht es ein ganzjähriges und ganztägiges Angebot mit einem Rechtsanspruch ab dem 1. Geburtstag. Tiroler Kindergärten haben im Schnitt an 42 Tagen im Jahr geschlossen“, verdeutlicht Yildirim. „Zudem ist es einfach unrealistisch mit Kindern bis zu 60 Stunden pro Woche zu arbeiten, wie es die abgesetzte schwarz-blaue Regierung durchgeboxt hat.“

Für die Arbeitswelt der Zukunft fordert die SPÖ die Einführung der 35-Stunden-Woche. „Die Arbeitsbelastung ist ganz unterschiedlich verteilt. Während manche ständig am Burnout schrammen, finden andere keinen Job. Unser Ziel ist die Vollbeschäftigung, denn Arbeit zu haben ist Grundlage für ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben“, so Yildirim. (Schluss) ls

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